Auf den Spuren von Dian Fossey und Jane Goodal

Afrika hat uns wieder! Nach unseren ersten Afrika-Erfahrungen in Ghana und Kenia starten wir nun unser nächstes Abenteuer in Uganda und Ruanda; natürlich sind vor allem die Gorillas der Grund für die Wahl der Reise. Nachdem wir schon einen fantastischen Guide in Kenia über Accept Reisen hatten, sind wir nun gespannt, wer uns diesmal den Weg bereitet. So stellt sich Lawrence „of Uganda“ vor – und der Name verspricht nicht zu viel! Er kennt wirklich jeden Pfad, hat wirklich überall „einen wirklich guten Freund“, kann alles organisieren, hat auch unseren etwas zickigen Jeep im Griff und mit sehr viel Humor wird die Reise zu einem Erlebnis. Mit „plan for tomorrow“ sprechen wir uns ab und mit „you are the boss, we trust you“ vertrauen wir uns ihm an. Unbezahlbar! Oftmals gestaltet er es so, dass mein Mann und ich die schönsten Plätze ganz für uns haben – ein bisschen Glück und Lawrence’ Know-How!
Unsere Reise führt uns von Entebbe über sehr gute Straßen zum Murchison-Falls-National-Park, bei einem Stopp in der Rhino-Sanctury haben wir das erste Mal – und das zu Fuß – das Glück diesen schüchternen Riesen zu begegnen. Dann geht es mit einer „Fähre“ über den Nil, begleitet von Nilpferden und dem Sonnenuntergang. Im Dunkeln begegnen wir den ersten Tieren auf der Savanne, bevor wir in unserer schönen Lodge ankommen. Fantastischer Service und gutes Essen und dann gute Nacht!
Um 5.30 h ist die Nacht dann auch schon zu Ende, denn vor Sonnenaufgang machen wir den ersten Gamedrive. Giraffen noch mit dem blassen Mond im Hintergrund, dann jagende Löwen im aufsteigenden roten Sonnenlicht und vieles mehr. So geht es am Nachmittag weiter mit einer Flussfahrt auf dem Nil, wo wir sogar einen Schuhschnabel neben all den gängigen Tieren, wie Elefant, Krokodil und Co. sehen!
An einem der nächsten Tage machen wir unsere erste Regenwald-Erfahrung, um Schimpansen zu sehen. Leider haben diese sich hinter Dornen und Ameisen versteckt, aber hören konnten wir sie. So ist das manchmal. Spektakulär war, dass unser Guide Eveline in eine Wildererfalle geraten ist. Auch das gehört hier zum Leben. Zum Glück ist ihr nichts Ernstes passiert, obwohl sie ganz schön ins Gebüsch geflogen ist – und die Falle wurde zerstört. Später erfahren wir noch, dass hier auch Jane Goodall, diese großartige Dame, gearbeitet hat.
Im Verlauf der nächsten Tage besuchen wir Dörfer und schauen uns das Leben in den Communities an und pflanzen Eukalyptus- und Mahagonibäume. Das freut uns sehr, dass man wieder versucht, freie Flächen aufzuforsten und sehr abwechslungsreiche, nachhaltige Landwirtschaft betreibt.
Denkt man an Afrika, denkt man vor allem an die Savannentiere und vergisst oft die vielen wunderschönen Vögel, die uns Robert, the Natureguide, nahebringt und eine vegetationsreiche Landschaft an Vulkankratern, Wasserfällen und Höhlen. Hier in Uganda ist „Grün“ die vorherrschende Farbe!
Am Samstag erreichen wir Fort Portal und stürzen uns in die afrikanischen Märkte. So werden die ersten handgefertigten Mitbringsel für die Familie erstanden und ich bin auf der Jagd nach afrikanischen Stoffen, die ich zu Hause zum Quilten benutzen möchte und im Gegensatz zu Kenia gibt es davon ohne Ende! Das macht mich glücklich und unser Guide lacht, als ich eine weitere Reisetasche aus dem Koffer ziehe, um meine Schätze zu verstauen. Ich liebe diesen afrikanischen Trubel und wir stärken uns an einem tollen afrikanischen Buffet.
Bei unserem zweiten Schimpansen-Trekking-Versuch haben wir Glück und können drei beim Fressen, Power-Napping und Groomen beobachten. Und dann kommt doch der Höhepunkt, das Gorilla-Trekking.
Auch hier haben wir das Glück, dass mein Mann und ich „die Gruppe“ sind und wir die Gruppe von 9 Gorillas tatsächlich für uns haben. Es ist anstrengend dort hin zu kommen, da es stetig in sehr dünner Bergluft bergauf geht, aber dann erreichen wir unsere Gruppe: 4 Silberrücken, ein vierjähriges Mädchen, 2 Weibchen und beide haben ein 8- und ein 7-Monate altes Baby. Ein unglaubliches Schauspiel! Das ältere der Babys erkundet schon alleine das Buschwerk, aber Mama passt sehr gut auf und hat auch uns dabei im Blick. Das ist das faszinierendste an dieser Begegnung – wer beobachtet wen? – Nonverbal scheint man sich mit ihnen verständigen zu können, es ist ein Miteinander, das bilde ich mir nicht ein! So friedlich und doch so kraftvoll scheinen sie! Nach einer Stunde, als ob sie auf die Uhr geschaut hätten, machen sie sich wieder auf ins Dickicht und lassen uns glücklich zurück. Wieder zurück in der Lodge sind wir total kaputt und genießen es, dass man uns perfekt umsorgt, so wie immer auf dieser Reise.
Am nächsten Tag schlagen wir uns nochmals durch den Regenwald, um den Batwas, einem Stamm der Pygmäen zu begegnen. Ihr Schicksal als ehemalige Waldbewohner ist eng mit dem Lebensraum der Gorillas verknüpft und als Tracker schützen sie diese heute und bewahren ihr kulturelles Erbe.
Unsere letzte Regenwald-Tour zu den Golden Monkeys machen wir dann schon in Ruanda. Die folgenden Tage, die wir in Ruanda unterwegs sind, sind weniger von Tieren als von Menschen geprägt. Natürlich beschäftigt man sich dabei auch mit dem dunklen Kapitel des Genozids, der das Leben hier bis heute prägt. Beeindruckend dabei ist, dass nicht „Revenge“ sondern „Forgivness“ vorherrscht. Es ist interessant, Lawrence zu beobachten, der zuletzt vor einem Jahr dort gewesen ist. Er ist an jeder Straßenecke so erstaunt ist, wie gut sich das Land in der Zeit schon wieder positiv verändert hat. Am Lake Kivu verbringen wir dann noch ein paar Tage im Erholungsmodus – war okay, zumal auch hier die Lodge und der Service wunderbar waren, vor allem das Frühstück mit Blick über den See, das uns der immer gut gelaunte Emanuelle serviert hatte, war phänomenal! Rückblickend wären mein Mann und ich lieber nochmal in einen Nationalpark auf Gamedrive gegangen.
In Kigali, der letzten Station, waren wir im Genozid-Memorial-Museum, ein sehr gut aufbereitetes Museum, keine leichte Kost, musste aber sein! Den Abschluss bildete dann noch das Nyamirambo Womens’ Center. 18 Frauen nähen hier wunderschöne Dinge, mit viel Herz und Liebe zum Detail. Für mich alte Näh-Tante nochmal ein Spaß der Extraklasse und mein Mann, der ein begeisterter Hobbykoch ist, durfte bei einem afrikanischen Mittagessen die Rezepte erfragen. Ein wunderbarer Abschluss und mit Afrika im Herzen, im Magen und im Gepäck ging es dann wieder in die Heimat. Mein Quilt, der nun entsteht enthält Stoffe aus Ghana, Uganda und Ruanda! Wir danken für eine wunderbare Safari!
Steffi und Peter

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