Abenteuer auf der Garden Route

Meine Abenteuerreise auf der Garden Route in Südafrika ist mein erste Afrika Camping-Reise und ich bin wahnsinnig gespannt, was mich alles erwartet. Aus dem Flughafen raus trifft uns direkt die afrikanische Sonne…kein Vergleich mit den winterlichen Temperaturen in Deutschland, ich habe trotz Erschöpfung ein breites Grinsen im Gesicht.

In Kapstadt wohnen wir bei Dieter, einem meiner Reisebegleiter, dessen Familie hier lebt. Für uns bedeutet das Insiderinfos pur. Schon am ersten Tag unternehmen wir eine tolle Fahrt entlang der Atlantikküste. Beim ersten Stopp, einer kleinen Aussichtsplattform ca. 10min vor Camps Bay entdecken wir ein paar Wale, die immer wieder auftauchen und spektakulär Wasser in die Höhe pusten. Camps Bay ist einer der eher touristischen Strände um Kapstadt herum, das rege Treiben ist nicht für jeden was.

Die nächsten Tage unserer Abenteuerreise Südafrika verbringen wir damit die Umgebung von Kapstadt zu erkunden. Meine Highlights aus der Zeit sind eine Wanderung im Wald unterhalb des Tafelbergs. Der mystisch wirkende Mischwald bietet Naturliebhabern eine nette Abwechslung vom pulsierenden Stadt Leben. Besonders beliebt und belebt sind auch die 4 Strände von Clifton an der Atlantikküste, nur 15 min vom CBD entfernt. Grob aufgeteilt sind die Strände laut meines Freundes wohl nach den Besuchergruppen, Nr.1 Familien, Nr.2 Pärchen, Nr.3 Homosexuelle, Nr.4 Singles. Bereits bei unserem ersten Besuch merken wir aber schon, dass das hier niemand so genau sieht, jeder darf sich natürlich überall niederlassen. Die Strände 2 und 3 sind tatsächlich die besten für den Sonnenuntergang, nur wenige Minuten entfernt befindet sich aber ein noch spektakulärerer Spot, „The Rock“ ist eine kleine Felsformation gut 200m über dem Meeresspiegel. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Küste und den im Rücken liegenden Tafelberg mit den 12 Aposteln. Eine wichtige Erkenntnis dieser Tage, der Atlantik ist deutlich kälter als der Indische Ozean, wer also etwas lauere Temperaturen bevorzugt, sollte zum Baden besser in Richtung Muizenberg Beach fahren.
Im City Center von Kapstadt sind wir eher weniger unterwegs, auch wenn es dort traumhaft schöne Restaurants und Bars gibt. Die Stadt ist, wie viele Teile Südafrikas sehr westlich geprägt, daher konzentrieren wir uns mehr auf die Natur und tollen Landschaften.

Nach einigen Tagen in Kapstadt und Umgebung geht dann unser erster Road Trip los. Mit Camping Equipment ausgestattet geht es mit einem Toyota Prado 4×4 auf unsere Abenteuerreise Südafrika. Unser Weg führt uns in Richtung Südosten mit der berühmten Garden Route als Ziel. Schon nach einer Stunde haben wir Kapstadt und seine umliegenden Distrikte hinter uns gelassen. Nach „The Strand“ verlassen wir den Highway und befinden uns auf einer wunderschönen Küstenstraße, die auch die folgenden Tage unsere Etappen bestimmt. Abends erreichen wir Hermanus, hier genießen wir noch den Sonnenuntergang, bevor wir unsere Zelte aufbauen und auf dem Gaskocher Abendessen zubereiten. In Hermanus gibt es eine coole Brauerei die ihr eigenes Bier braut, im dazugehörigen Restaurant kann man dies verkosten. Leider hatte diese bei unserer Ankunft schon geschlossen. Zwei Dinge lernen wir schon am ersten Abend unserer Abenteuerreise Südafrika: Zelte aufbauen bei Tag ist deutlich einfacher und wer Soße zu seinen Nudeln will sollte diese auch mitnehmen. Aber Not macht eben erfinderisch und in den kommenden Tagen lernen wir immer besser zu improvisieren. Als die Gaskartusche eines Abends leer geht und wir keine neue mehr besorgen können, packen wir die rohen Kartoffeln einfach ins Feuer und machen aus einem Rest Joghurt und ein paar Kräutern einen leckeren Dip dazu.

Am nächsten Morgen geht es gestärkt mit frischem Kaffee und Müsli, erst an den Strand und danach zurück auf die Straße. Erstes Ziel ist heute Morgen der Agulhas Nationalpark, ein Park der sich über etliche Kilometer entlang der Küste erstreckt. Unsere Allrad Fahrzeug kommt zum ersten Mal richtig zum Einsatz, auf einer Sandstraße schlängeln wir uns durch die wunderschöne Natur des Parks und erreichen schlussendliche einen kilometerlangen Strand, an dem keine anderen Menschen sind. Ganz alleine genießen wir diesen besonderen Ort und seine Atmosphäre. Wären da nicht die Spuren der Jeeps, die zum Strand führen, könnte man denken, wir seien die ersten Menschen, denen sich diese Schönheit offenbart. Da das Zelten im Nationalpark leider nicht gestattet ist, machen wir unseren Weg in Richtung „Struis Bay“. Schon der Weg dorthin wird seinem Namen gerecht, wir sehen super viele Strauße, einige von ihnen stehen einfach auf der Straße und wir müssen dementsprechend vorsichtig fahren. Angekommen am Campingplatz überlegen wir, wie wir die Fußball Bundesliga schauen können, nach einem Erfolglosen Besuch einer Sportsbar, entscheiden wir uns für das Webradio und können so direkt am Strand live miterleben, was in den Stadien in Deutschland passiert. Mit einem Bier im Campingstuhl lässt sich das sehr gut aushalten. Abends werden wir von einem der schönsten Sonnenuntergänge meines Lebens überrascht. Da wir unseren Blick die ganze Zeit auf das Meer gerichtet hatten, haben wir erst spät bemerkt, dass der Himmel hinter uns sich in ein spektakuläres rot gefärbt hat. Für solche Momente leben und reisen wir.

Am nächsten Tag unserer Abenteuerreise Südafrika fahren wir erst noch zum südlichsten Punkt Afrikas, welcher nur 10 Minuten entfernt von unserem Campingplatz liegt. Sehr cool angelegt ist der Punkt, an dem auch die 2 Weltmeere, der Atlantik und der Indische Ozean aufeinandertreffen. Der perfekte Spot für ein Erinnerungsfoto. Im Anschluss führt unser Weg heute nach „Still Bay“, hier schlagen wir unser Zeltlager wieder auf einem Campingplatz direkt am Meer auf. Ein kleines aber schönes Highlight unseres Trips ist, dass wir quasi immer direkt am Meer schlafen. So kann man sich nachmittags noch Sonnen und Abkühlen und abends den Wellen zum Einschlafen lauschen. Morgens gönnen wir uns ein ausgiebiges und sehr leckeres Frühstück in einem kleinen Farmersmarkt „Allegaartjie“ und lernen es wieder zu schätzen nicht nur Café und Cornflakes zu frühstücken. Hier nehmen wir uns auch eins der legendären Chutneys mit, von denen unsere Gast Mama in Kapstadt schon geschwärmt hat.

Am darauffolgenden Tag setzen wir uns zunächst „Mosselbay“ als Ziel für den Tag. Da wir aber schon gegen Mittag dort sind und es für uns nicht so viel Spannendes zu sehen gibt, entscheiden wir uns weiter zu fahren. Gegen Nachmittag erreichen wir „Plettenberg Bay“ hier hat Tobi, unser selbsternannter Guide, eine tolle Wanderung durch das „Robberg Nature Reserve“ für uns rausgesucht. Wir beiden anderen sind zunächst nicht so motiviert, aber nach wenigen Metern bietet sich uns ein fantastischer Blick über die Bucht und die Küste. Das Nature Reserve ist für seine vielen Robben bekannt, die sich abends zu hunderten an den Klippen tummeln. Wir müssen etwas vorsichtig sein, denn um die Tiere zu sehen muss man ziemlich nah an den Abgrund. Die Klippen gehen an die 100m in die Tiefe. Das Spektakel ist das Risiko aber wert. Da wir erst kurz vor der Parkschließung angekommen sind, haben wir den Park fast für uns alleine. Auf dem Weg runter zum Strand rennen wir ein paar Dünen hoch und runter und fühlen uns einfach nur frei.

Heute heißt es früh aufstehen, denn unser Freund Tobi möchte unbedingt einen Bungee Jump machen. Hierzu fahren wir auf unserer Abenteuerreise Südafrika in Richtung des Tsitsikamma-Nationalparks, denn kurz davor liegt die Bloukrans Bridge, mit über 216 Metern Höhe ist sie die höchste Brücke Afrikas. Der Platz für den Sprung ist sehr schön angelegt und die erfahrenen Guides vermitteln Sicherheit und zugleich Leichtigkeit. Mit einer Sipline geht es zur Mitte der Brücke, von hier aus wird gesprungen. Für die Zuschauer gibt es einen spektakulären Skywalk, der den einen oder anderen schon ein paar Nerven kostet. Alle warten gespannt und nach einigen Worten der Guides geht’s los. Tobi springt in die Tiefe und ein Schrei ertönt durchs ganze Tal. Noch einige Male wippt Tobi mehrere Meter in der spektakulären Landschaft auf und ab, bevor ein Guide in wieder nach oben bringt.
Im Anschluss entscheiden wir uns für das „Nature‘s Valley“, einem kleinen Paradies umgeben vom Tsitsikamma Wald. Hier machen wir eine kleine Wanderung über den Berg, vorbei an tollen Aussichtspunkten, bis zur „Mermaids Cove“. Hier verbringen wir ein paar Stunden, essen ein paar Snacks und genießen die südafrikanische Sonne. Auch hier treffen wir den ganzen Tag nicht mehr als 3-4 andere Gruppen an Reisenden. Das macht das Reisen hier so besonders und einzigartig. Wir finden traumhafte Stände und atemberaubende Naturparks und wir haben diese gefühlt für uns alleine.

Mit einem weiteren Stopp in Mosselbay zur Übernachtung, führt uns unsere Abenteuerreise Südafrika über den N2 Highway zurück nach Kapstadt. Hier erholen wir uns von unserem Trip, bevor wir zum zweiten Teil unseres Road Trip in Richtung Norden aufbrechen…

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