Naturschutz auf Galapagos

Die Galapagos Inseln sind eine Archipel mit insgesamt 122 Inseln und 13 Hauptinseln. Sie gelten als Naturparadies, da Darwin eine außergewöhnliche Flora und Fauna feststellte und wurden 1978 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Bis heute gehören die Galapagos Inseln zu den wenigen Archipelen, wo Flora und Fauna zu 95 Prozent in ihrem Urzustand erhalten geblieben sind. Jedoch führte dieses Naturwunder  zu immer mehr Touristen, die die einzigartige Tiervielfalt bedrohen. Bald standen Forscher, Einwohner und Ecuadors Regierung vor der Aufgabe eine Balance zwischen Tierschutz und Tourismus herzustellen.

Die knapp 100 Kilometer von Ecuador entfernte Inselgruppe besteht zum größten Teil aus dem Galapagos Nationalpark (97 Prozent Landfläche und 99 Prozent Gewässer). Die isolierte Lage am Äquator ermöglichte die Entwicklung einer einzigartigen Tierwelt, wie Schildkröten, Echsen, Seelöwen, Pinguine, von denen viele Arten endemisch sind, d.h. nur auf der Insel vorkommen.  Der wachsende Strom von Touristen, 1979 waren es weniger als  12.000 Reisende, mittlerweile sind es mehr als 225.000, kann den Tieren unbeabsichtigt erheblichen Schaden zufügen, indem in das Ökosystem eingegriffen wird.

Zwar wird Besuchern verboten die Insel ohne Reiseführer zu betreten, Tiere zu berühren, abseits der Pfade zu gehen oder Essen mitzubringen, trotzdem gefährdeten eingeschleppte invasive Arten endemische Tierarten, wie z. B. die Riesenschildkröte. Die Galapagos Inseln wurden sogar 2007 zur bedrohten Welterbestätte erklärt, durch Begrenzung der Touristen konnten sie 2010 wieder von der Liste genommen werden. Leider ging dies mit steigenden Besucherzahlen einher.

Mittlerweile wird zur Kontrolle der Besucher-und Einwohnerzahlen bei Einreise sogar das Vorzeigen  eines Rückflugtickets, Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit für Ecuador und Hotelreservierung verlangt. Zwar konnte man enorme Erfolge bei dem Schutz von Riesenschildkröten verbuchen, da  heute wieder 2500 Schildröten auf der Insel leben im Gegensatz zu den knapp Dutzend vor 20 Jahren, doch besonders der Klimawandel bedroht das Paradies. Auf der Insel Isabela wird daher eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen mit Hilfe eines Hybridkraftwerks. Der Klimawandel und die damit einhergehende Steigung des Meeresspiegels würden die Galapagosinseln schwer belasten und das berühmte Wetterphänomen der Pazifik, El Nino, verändern. Eine Schwächung oder ein gänzlicher Wegfall der Meeresströmung würde zu einem gravierenden Rückgang der Artenvielfalt auf den Galagos Inseln führen. Damit hängt das Bestehen der Galapagos Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt vom Menschen und seinem respektvollem und nachhaltigen Umgang mit der Natur ab.

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