Warum der Tsavo Ost Nationalpark zu den Höhepunkten Kenias gehört
Der Tsavo Ost Nationalpark liegt im Südosten Kenias zwischen Nairobi und der Küste des Indischen Ozeans. Mit einer Fläche von rund 13.747 Quadratkilometern ist er der größte Nationalpark des Landes. Gemeinsam mit dem westlich angrenzenden Tsavo West Nationalpark bildet er einen weitläufigen Naturraum, der zu den größten zusammenhängenden Schutzgebieten Ostafrikas gehört.
Weite Ebenen, trockene Buschlandschaften, Akazien, der Galana-Fluss und die charakteristische rote Erde prägen das Landschaftsbild. Besonders bekannt ist der Park für seine sogenannten roten Elefanten. Die Tiere sind keine eigene Unterart, sondern bedecken ihre Haut beim Baden und Stauben mit der eisenhaltigen Erde des Tsavo-Gebietes.
Der touristisch häufiger besuchte Südteil rund um den Voi River, den Aruba-Damm und verschiedene Wasserstellen bietet sehr gute Bedingungen für Tierbeobachtungen. Gleichzeitig eröffnet der große, deutlich abgelegenere Norden rund um den Galana-Fluss und die Ithumba-Region ein besonders ursprüngliches Safari-Erlebnis. Durch seine Lage lässt sich Tsavo Ost gut in eine Kenia Safari zwischen Nairobi, den südlichen Nationalparks und der Küste integrieren.
Tsavo Ost Nationalpark auf einen Blick
- Land: Kenia
- Region: Südostkenia
- Fläche: rund 13.747 km²
- Gründung: 1948
- Bekannt für: rote Elefanten und weite Savannen
- Landschaft: Ebenen, Buschland, Flüsse und Lavagestein
- Hauptaktivität: Pirschfahrten
- Empfohlener Aufenthalt: 1 bis 3 Nächte

Im Tsavo Ost Nationalpark entscheidet die geplante Route stärker über die Aufenthaltsdauer als die Größe des Parks.
„Viele Reisende halten den Tsavo Ost Nationalpark aufgrund seiner enormen Fläche für ein Ziel, das nur mit mehreren Übernachtungen sinnvoll besucht werden kann. Für einen guten Einblick reicht häufig bereits eine Nacht, da sich viele Tiere im südlichen Teil rund um den Voi River, den Aruba-Damm und die Wasserstellen aufhalten. Wer dagegen bis zum Galana-Fluss oder in die abgelegene Ithumba-Region fahren möchte, sollte zwei bis drei Nächte und eine sorgfältig geplante Route einrechnen.“
Johannes Koslowski
Experte für Kenia Safaris
Alles Wissenswerte zum Tsavo Ost Nationalpark
Der Tsavo Ost Nationalpark gehört zu den größten und ursprünglichsten Safari-Gebieten Kenias. Seine besondere Stärke liegt in der Kombination aus offenen Landschaften, großen Elefantenbeständen, vergleichsweise weiten Fahrstrecken und einer guten Lage zwischen Nairobi und der kenianischen Küste. Im Gegensatz zu kompakteren Schutzgebieten verteilen sich Tiere und Sehenswürdigkeiten über ein sehr großes Gebiet.
Für die Reiseplanung ist deshalb entscheidend, welchen Teil des Nationalparks Sie besuchen möchten. Die meisten klassischen Safarirouten konzentrieren sich auf den tierreicheren und leichter erreichbaren Süden. Der Norden rund um den Galana-Fluss, das Yatta-Plateau und die Ithumba-Region ist deutlich abgelegener und erfordert mehr Zeit. Welche Route sich für Ihre Kenia Safari eignet, hängt von der Anreise, der Unterkunft und der gewünschten Aufenthaltsdauer ab.
Lage und Anreise zum Tsavo Ost Nationalpark
Der Tsavo Ost Nationalpark liegt im Südosten Kenias zwischen Nairobi, Mombasa und Malindi. Die Bahnlinie und der Nairobi-Mombasa-Highway verlaufen entlang des südwestlichen Parkrandes und trennen Tsavo Ost vom benachbarten Tsavo West Nationalpark.
Zu den wichtigsten Eingängen im Süden gehören das Voi Gate, das Bachuma Gate und das Manyani Gate. Reisende aus Richtung Malindi erreichen den Park über das Sala Gate. Das Mtito Andei Gate liegt am Nairobi-Mombasa-Highway und eignet sich unter anderem für Verbindungen in Richtung Nairobi oder Tsavo West.
Von Mombasa dauert die Fahrt bis zu den südlichen Parkeingängen je nach Ausgangspunkt und Verkehr ungefähr zweieinhalb bis vier Stunden. Von Nairobi müssen meist fünf bis sieben Stunden eingeplant werden. Die genaue Fahrzeit hängt vom gewählten Gate, der Unterkunft, dem Straßenzustand und möglichen Pirschfahrten auf dem Weg ab.
Alternativ kann der Tsavo Ost Nationalpark per Kleinflugzeug erreicht werden. Im Park befinden sich mehrere Landebahnen, darunter Voi, Aruba, Satao, Sala, Lugard und Ithumba. Auch eine Anreise mit der Bahn bis Voi oder Miasenyi kann je nach Reiseverlauf sinnvoll sein.
Landschaft und Größe des Tsavo Ost Nationalparks
Tierwelt im Tsavo Ost Nationalpark
Mit rund 13.747 Quadratkilometern ist Tsavo Ost der größte Nationalpark Kenias. Die enorme Fläche sorgt dafür, dass sich Tierbeobachtungen, Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten deutlich stärker verteilen als in kleineren Schutzgebieten wie dem Amboseli Nationalpark oder der Masai Mara.
Die Landschaft wird von trockenen Ebenen, Dornbusch, Akazien, saisonalen Wasserläufen und halbwüstenartigen Gebieten geprägt. Die roten und orangefarbenen Böden enthalten Eisenoxide und verleihen dem Park seinen charakteristischen Farbton. Nach stärkeren Regenfällen verwandeln sich Teile der sonst trockenen Landschaft innerhalb kurzer Zeit in grüne Gras- und Buschflächen.
Der südliche Teil rund um Voi, den Aruba-Damm und die umliegenden Wasserstellen ist touristisch besser erschlossen. Hier befinden sich mehrere Lodges und Camps. Der nördliche Teil ist wesentlich abgelegener und vermittelt aufgrund der wenigen Unterkünfte, großen Entfernungen und geringen Fahrzeugdichte ein besonders ursprüngliches Wildnisgefühl.
Warum sind die Elefanten im Tsavo Ost Nationalpark rot?
Die roten Elefanten gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen des Tsavo Ost Nationalparks. Es handelt sich jedoch nicht um eine eigene Elefantenart oder Unterart. Ihre rötliche Färbung entsteht durch die eisenhaltige Erde des Parks.
Elefanten nehmen regelmäßig Staub- und Schlammbäder. Dabei werfen sie mit dem Rüssel Erde auf Rücken, Kopf und Flanken. Die Staubschicht schützt die empfindliche Haut unter anderem vor intensiver Sonneneinstrahlung und Insekten. Im Tsavo Ost färbt der rote Boden die normalerweise graue Haut der Tiere über längere Zeit rötlich.
Besonders eindrucksvoll sind größere Elefantenherden, die durch die offenen Ebenen ziehen oder sich an Wasserstellen versammeln. Je nach Trockenheit und Niederschlägen können die Tiere jedoch weite Strecken innerhalb des Tsavo-Ökosystems zurücklegen. Gute Beobachtungsmöglichkeiten bestehen häufig rund um den Voi River, den Aruba-Damm und weitere Wasserstellen im südlichen Parkbereich.
Tierwelt im Tsavo Ost Nationalpark
Tsavo Ost besitzt einen besonders großen Elefantenbestand. Darüber hinaus leben Afrikanische Büffel, Massai-Giraffen, Zebras, Gnus, Warzenschweine, Wasserböcke, Kudus, Oryxantilopen, Kongonis, Impalas und verschiedene Gazellenarten im Nationalpark.
Zu den Raubtieren gehören Löwen, Leoparden, Geparden, Tüpfelhyänen, Schakale und Servale. Afrikanische Wildhunde kommen ebenfalls im größeren Tsavo-Ökosystem vor, werden aufgrund ihrer weiten Streifgebiete jedoch nur selten beobachtet. Die männlichen Löwen der Tsavo-Region sind dafür bekannt, teilweise nur eine kurze oder wenig ausgeprägte Mähne zu besitzen.
Entlang des Galana-Flusses leben Flusspferde und Nilkrokodile. Auch die Vogelwelt ist vielfältig. Je nach Lebensraum und Jahreszeit können unter anderem Strauße, Sekretäre, Hornraben, Adler, Geier, Bienenfresser, Eisvögel, Reiher und zahlreiche kleinere Savannenvögel beobachtet werden.
Tsavo Ost wird häufig mit den Big Five in Verbindung gebracht. Für eine klassische Safari sollten Nashörner hier jedoch nicht als realistische Sichtung eingeplant werden. Wer gezielt Nashörner beobachten möchte, sollte die Reise mit einem geeigneteren Schutzgebiet kombinieren.
Der Galana-Fluss als Lebensader des Parks
Der Galana-Fluss entsteht aus dem Zusammenfluss des Tsavo und des Athi und durchquert den nördlichen beziehungsweise zentralen Teil des Nationalparks. Seine sandigen Ufer, Palmen, Doumpalmen und grünen Galeriewälder bilden einen deutlichen Kontrast zur trockenen Umgebung.
Der Fluss ist eine wichtige Wasserquelle für Elefanten, Büffel, Antilopen und zahlreiche weitere Tiere. Im Wasser leben Krokodile und Flusspferde. Besonders während trockener Monate konzentriert sich die Tierwelt stärker entlang des Flusses und an anderen dauerhaft oder länger wasserführenden Stellen.
Die Fahrt vom touristisch stärker erschlossenen Süden bis zum Galana-Fluss nimmt viel Zeit in Anspruch. Reisende, die diese Region ausführlich besuchen möchten, sollten ihre Unterkunft und Route entsprechend auswählen und mindestens zwei bis drei Nächte einplanen.
Das Yatta-Plateau
Das Yatta-Plateau erstreckt sich entlang eines großen Teils der westlichen Parkgrenze und gilt als einer der längsten erstarrten Lavaströme der Erde. Es entstand durch Lava, die vor langer Zeit entlang eines ehemaligen Flusslaufes floss und dort erkaltete.
Im Laufe der Zeit wurde das weichere umliegende Gestein durch Erosion abgetragen, während der härtere Lavastrom erhalten blieb. Dadurch erhebt sich das Plateau heute als lang gestreckter, teilweise flacher Rücken über die umgebende Landschaft.
Das Yatta-Plateau prägt vor allem den nördlichen Teil des Nationalparks. Aufgrund der großen Entfernungen lässt es sich nicht bei jeder klassischen Kurzsafari erreichen. Wer diese abgelegene Region erleben möchte, benötigt mehr Zeit als für eine Safari im südlichen Parkbereich.
Lugard Falls und Crocodile Point
Die Lugard Falls liegen am Galana-Fluss und bestehen nicht aus einem einzelnen hohen Wasserfall. Vielmehr zwängt sich der Fluss durch ausgewaschene Felsrinnen, Stromschnellen und rund geschliffene Gesteinsformationen. Wasserstand und Erscheinungsbild verändern sich deutlich zwischen Trocken- und Regenzeit.
In der Nähe befindet sich der Crocodile Point. Von dort lassen sich mit etwas Glück Nilkrokodile und Flusspferde im und am Galana-Fluss beobachten. Besucher dürfen ihr Fahrzeug nur an ausdrücklich dafür vorgesehenen Stellen verlassen und sollten den Anweisungen der Ranger und Guides folgen.
Da die Lugard Falls weit vom Voi-Gebiet entfernt liegen, ist ein Besuch während einer kurzen Safari mit nur einer Übernachtung meist nicht sinnvoll. Die Sehenswürdigkeit lässt sich besser in eine mehrtägige Route durch den nördlichen oder zentralen Teil des Parks integrieren.
Aruba-Damm
Der Aruba-Damm wurde am Voi River angelegt und bildet eine wichtige Wasserstelle im südlichen Teil des Nationalparks. Besonders während trockener Monate ziehen der See und die umliegenden Flächen Elefanten, Büffel, Zebras, Giraffen, Antilopen und zahlreiche Vogelarten an.
Durch seine Lage gehört der Aruba-Damm zu den bekanntesten Gebieten für Pirschfahrten im Süden des Parks. In der Umgebung befinden sich mehrere Unterkünfte, darunter die Ashnil Aruba Lodge. Je nach Wasserstand und Jahreszeit kann der See jedoch unterschiedlich groß sein oder teilweise trockenfallen.
Mudanda Rock
Mudanda Rock ist eine lang gestreckte Felsformation im südlichen Teil des Tsavo Ost Nationalparks. Vom oberen Bereich eröffnet sich ein weiter Blick über die umliegende Savanne und eine natürliche Wasserstelle am Fuß des Felsens.
Während trockener Monate versammeln sich dort häufig Elefanten und andere Wildtiere. Der Aussichtspunkt ermöglicht einen guten Überblick über die Weite des Nationalparks. Das Verlassen des Fahrzeugs ist nur an den dafür freigegebenen Stellen gestattet.
Elefantenauswilderung des Sheldrick Wildlife Trust
Der Tsavo Ost Nationalpark spielt eine zentrale Rolle bei der Auswilderung verwaister Elefanten durch den Sheldrick Wildlife Trust. Junge Elefanten, die zunächst im Waisenhaus im Nairobi Nationalpark versorgt werden, wechseln später in eine sogenannte Auswilderungsstation. Dort werden sie schrittweise auf ein selbstständiges Leben in der Wildnis vorbereitet.
Die bekannteste Auswilderungsstation im Tsavo Ost Nationalpark befindet sich bei Voi im südlichen Parkbereich. Sie liegt am Fuß des Msinga Hill nahe dem Voi River und ist damit gut in klassische Safarirouten durch den Süden des Parks integrierbar. Eine weitere Auswilderungsstation befindet sich bei Ithumba im abgelegenen Norden des Nationalparks.
Die Auswilderung erfolgt nicht an einem festgelegten Tag. Die Elefanten ziehen gemeinsam mit ihren Pflegern durch den Busch, lernen wilde Herden kennen und werden zunehmend selbstständiger. Mit der Zeit entscheiden sie selbst, wann und wie lange sie sich von der Station entfernen. Einige ehemalige Waisen kehren auch Jahre später mit wilden Herden oder eigenem Nachwuchs zur Station zurück.
Ein Besuch der Auswilderungsstation bei Voi ist im Rahmen ausgewählter Kenia Safaris möglich. Voraussetzung sind jedoch eine bestehende Adoption beim Sheldrick Wildlife Trust sowie eine vorherige Anmeldung. Da die Genehmigung und Organisation etwas Vorlaufzeit benötigen, sollte der Besuch möglichst frühzeitig in die Reiseplanung aufgenommen werden.
Aktivitäten im Tsavo Ost Nationalpark
Die wichtigste Aktivität ist die Pirschfahrt im Geländewagen. Besonders gute Bedingungen herrschen am frühen Morgen und am späten Nachmittag, wenn die Temperaturen angenehmer und viele Tiere aktiv sind. Aufgrund der offenen Landschaft lassen sich Elefanten, Giraffen, Büffel und andere größere Tiere häufig schon aus größerer Entfernung erkennen.
Je nach Route können Pirschfahrten mit Besuchen am Aruba-Damm, am Mudanda Rock, am Galana-Fluss oder an den Lugard Falls verbunden werden. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sollten dabei nicht unterschätzt werden.
Außerhalb der regulären Pirschfahrten sind die Aktivitäten im Nationalpark eingeschränkt. Wanderungen, Nachtpirschfahrten oder Fahrten abseits der ausgewiesenen Wege sind im normalen Parkbetrieb nicht gestattet. Besondere Aktivitäten können nur im Rahmen entsprechend genehmigter Angebote oder in angrenzenden Schutzgebieten stattfinden.
Kann man den Tsavo Ost Nationalpark als Selbstfahrer erkunden?
Tsavo Ost kann grundsätzlich als Selbstfahrer besucht werden. Die südlichen Bereiche rund um Voi, den Aruba-Damm und die bekannten Lodges sind vergleichsweise gut zugänglich. Aufgrund der großen Entfernungen, des teilweise begrenzten Mobilfunkempfangs und saisonal schwieriger Wege ist eine sorgfältige Vorbereitung dennoch erforderlich.
Ein geländegängiges Fahrzeug ist besonders während und nach den Regenzeiten empfehlenswert. Reisende sollten ausreichend Kraftstoff, Trinkwasser, Kartenmaterial und eine zuverlässige Navigation mitführen. Auch die Öffnungszeiten der Gates und die Entfernungen zwischen Unterkünften, Wasserstellen und Ausfahrten müssen berücksichtigt werden.
Für Fahrten in den abgelegenen Norden oder in Richtung Galana-Fluss und Ithumba sind gute Ortskenntnisse und eine genaue Routenplanung besonders wichtig. Auf unseren geführten Kenia Privatreisen und Kenia Gruppenreisen übernimmt dies Ihr Safari-Guide.
Was kostet der Besuch des Tsavo Ost Nationalparks?
Für den Tsavo Ost Nationalpark werden Eintrittsgebühren erhoben. Die Höhe kann sich nach Reisezeit, Alter und Aufenthaltsstatus unterscheiden. Zusätzlich können Gebühren für Fahrzeuge, Campingplätze oder besondere Aktivitäten anfallen.
Die Gebühren gelten üblicherweise für einen begrenzten Zeitraum und werden beim Parkeintritt beziehungsweise über das aktuelle Zahlungssystem des Kenya Wildlife Service abgerechnet. Da Tarife und Zahlungsbedingungen angepasst werden können, sollten die aktuellen Konditionen vor Reisebeginn geprüft werden.
Bei unseren Kenia Privatreisen und Kenia Gruppenreisen sind die für die geplante Route vorgesehenen Nationalparkgebühren bereits im Reisepreis berücksichtigt. Bei unseren Kenia Selbstfahrer Reisen stimmen wir Parkzugänge, Unterkunft und Route sorgfältig aufeinander ab.
Kann man im Tsavo Ost Nationalpark übernachten?
Im Tsavo Ost Nationalpark befinden sich verschiedene Lodges, Tented Camps und Campingplätze. Viele Unterkünfte liegen im südlichen Parkbereich rund um Voi, den Aruba-Damm und wichtige Wasserstellen. Dadurch können Pirschfahrten direkt an der Unterkunft beginnen.
Zu den bekannten Unterkünften gehören die Ashnil Aruba Lodge, das Tsavo Sentrim Camp und das Satao Camp. Die genaue Lage beeinflusst wesentlich, welche Parkbereiche sich ohne lange Anfahrtswege erreichen lassen.
Im Norden ist die Auswahl deutlich kleiner. Unterkünfte in dieser Region eignen sich vor allem für Reisende, die die abgelegene Landschaft, den Galana-Fluss, das Yatta-Plateau oder die Ithumba Reintegration Unit in ihre Reise einbeziehen möchten.
Tsavo Ost oder Tsavo West – welcher Nationalpark passt besser?
Tsavo Ost und Tsavo West gehören zum selben Ökosystem, unterscheiden sich landschaftlich und hinsichtlich des Safari-Erlebnisses jedoch deutlich. Welcher Nationalpark besser geeignet ist, hängt davon ab, welche Landschaften, Tierbeobachtungen und Aktivitäten Sie während Ihrer Safari erleben möchten.
Unsere Empfehlung
Tsavo Ost und Tsavo West ergänzen sich ideal. Während Tsavo Ost mit seinen offenen Savannen und den berühmten roten Elefanten begeistert, überzeugt Tsavo West durch abwechslungsreiche Vulkanlandschaften, Quellen und spektakuläre Aussichtspunkte. Besonders empfehlenswert ist die Kombination beider Nationalparks mit jeweils einer Übernachtung.
Von Tsavo West lässt sich die Reise anschließend in Richtung Amboseli Nationalpark, Nairobi oder an die kenianische Küste fortsetzen. So erleben Sie innerhalb weniger Tage die landschaftliche Vielfalt des Tsavo-Ökosystems.
Beste Reisezeit für den Tsavo Ost Nationalpark
Der Tsavo Ost Nationalpark kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Während trockener Monate konzentrieren sich viele Tiere stärker am Voi River, am Galana-Fluss, am Aruba-Damm und an weiteren Wasserstellen. Nach Regenfällen wird die Landschaft grüner, die Tiere verteilen sich jedoch über eine größere Fläche.
Januar bis März
Vorteile
Warme Temperaturen, überwiegend trockene Bedingungen und gute Tierbeobachtungen rund um Wasserstellen und Flussläufe.
Zu beachten
Tagsüber kann es sehr heiß werden. Gegen Ende März steigt meist die Wahrscheinlichkeit kräftigerer Niederschläge.
April bis Mai
Vorteile
Grüne Landschaften, intensive Farben, gute Vogelbeobachtungen und meist ein geringeres Besucheraufkommen.
Zu beachten
Stärkere Regenfälle können unbefestigte Wege beeinträchtigen. Tiere verteilen sich durch das größere Wasserangebot weiträumiger im Park.
Juni bis Oktober
Vorteile
Überwiegend trockenes Wetter, gute Sicht und sehr gute Tierbeobachtungen an Flüssen, Dämmen und Wasserstellen.
Zu beachten
Gegen Ende der Trockenzeit ist die Landschaft besonders trocken und staubig. Beliebte Unterkünfte können früh ausgebucht sein.
November bis Dezember
Vorteile
Frische Vegetation, gute Vogelbeobachtungen und abwechslungsreiche Lichtverhältnisse nach Regenschauern.
Zu beachten
Das Wetter kann wechselhaft sein. Nach stärkeren Niederschlägen können einzelne Wege vorübergehend schwieriger befahrbar sein.
Welcher Teil des Tsavo Ost Nationalparks passt zu Ihrer Reise?
Eine Übernachtung im tierreichen Süden, eine ausführliche Safari bis zum Galana-Fluss oder eine Kombination mit Tsavo West bieten sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse. Gerne stimmen wir Unterkunft, Parkeingang und Aufenthaltsdauer auf Ihre Reiseroute ab.
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Unterkünfte im Tsavo Ost Nationalpark
Die Ashnil Aruba Lodge liegt im Tsavo Ost Nationalpark und bietet komfortable Safarizelte, Pool und beste Tierbeobachtungen direkt am Aruba-Damm.
Safari-Zeltcamp im Tsavo Ost mit Pool und idealer Lage für Tierbeobachtungen.
Das Satao Camp liegt im Herzen des Tsavo Ost Nationalparks, Kenias größtem Schutzgebiet und ist eingebettet zwischen fruchbaren Tamarindenbäumen.
Häufig gestellte Fragen zum Tsavo Ost Nationalpark
Der Tsavo Ost Nationalpark gehört zu den bekanntesten Safari-Zielen Kenias und wirft bei der Reiseplanung häufig Fragen auf. Wie viele Tage sollte man einplanen? Welche Tiere kann man beobachten? Gibt es die Big Five? Und wie lange dauert die Anreise von der kenianischen Küste? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Tsavo Ost Nationalpark.
Wo liegt der Tsavo Ost Nationalpark in Kenia?
Der Tsavo Ost Nationalpark liegt im Südosten Kenias zwischen Nairobi und der Küste des Indischen Ozeans. Er bildet zusammen mit dem Tsavo West Nationalpark eines der größten Schutzgebiete des Landes und ist gut über Hauptverkehrsstraßen erreichbar.
Wofür ist der Tsavo Ost Nationalpark besonders bekannt?
Der Park ist bekannt für seine weiten, offenen Savannenlandschaften und die sogenannten roten Elefanten, deren Färbung durch den eisenhaltigen Boden entsteht. Die große Ausdehnung und geringe Bebauung verleihen dem Park einen besonders ursprünglichen Charakter.
Welche Tiere kann man im Tsavo Ost Nationalpark beobachten?
Im Tsavo Ost Nationalpark leben Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras, Gnus und verschiedene Antilopenarten. Auch Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen sind vertreten. Entlang des Galana-Flusses lassen sich zudem Nilpferde, Krokodile und zahlreiche Vogelarten beobachten.
Wie ist die Landschaft im Tsavo Ost Nationalpark?
Die Landschaft ist geprägt von trockenen Ebenen, Akazienbuschland und weiten Grasflächen. Der Galana-Fluss bildet eine wichtige Lebensader des Parks und zieht ganzjährig Wildtiere an. Die Offenheit der Landschaft ermöglicht gute Sichtverhältnisse bei Pirschfahrten.
Wie verlaufen Safaris im Tsavo Ost Nationalpark?
Safaris erfolgen überwiegend als Pirschfahrten im Geländewagen. Aufgrund der Größe des Parks stehen Weite und Ruhe im Vordergrund, Tierbeobachtungen verteilen sich über größere Distanzen. Fahrten am frühen Morgen und am späten Nachmittag bieten die besten Bedingungen.
Wann ist die beste Reisezeit für den Tsavo Ost Nationalpark?
Der Tsavo Ost Nationalpark kann ganzjährig besucht werden. In den trockeneren Monaten konzentrieren sich Tiere verstärkt an Wasserläufen und Wasserstellen, was die Beobachtung erleichtert. Nach Regenzeiten zeigt sich die Landschaft grüner und abwechslungsreicher.
Warum sind die Elefanten im Tsavo Ost Nationalpark rot?
Die Elefanten sind nicht von Natur aus rot. Ihre charakteristische Färbung entsteht durch den eisenhaltigen, roten Staub des Tsavo-Gebiets, mit dem sie sich beim Staubbaden bedecken. Dadurch gehören die sogenannten roten Elefanten zu den bekanntesten Wahrzeichen des Nationalparks.
Gibt es im Tsavo Ost Nationalpark die Big Five?
Im Tsavo Ost Nationalpark können Elefanten, Löwen, Büffel und mit etwas Glück auch Leoparden beobachtet werden. Nashörner leben zwar im abgelegenen und für Touristen nicht zugänglichen Nordteil des Tsavo Ost Nationalparks, im regulär besuchbaren Teil des Parks kommen sie jedoch praktisch nicht vor. Deshalb gilt der Tsavo Ost Nationalpark für Safari-Gäste nicht als klassisches Big-Five-Reiseziel.
Kann man im Tsavo Ost Nationalpark übernachten?
Ja, im Tsavo Ost Nationalpark gibt es verschiedene Safari-Lodges, Tented Camps und öffentliche sowie private Campsites. Die meisten Unterkünfte befinden sich im südlichen Teil des Parks rund um den Voi River, den Aruba-Damm und wichtige Wasserstellen. Dadurch können Pirschfahrten direkt von der Unterkunft aus beginnen. Für Reisende mit dem eigenen Geländewagen oder einer Mietwagen-Safari bieten die Campsites zudem eine gute Möglichkeit, den Nationalpark individuell zu erkunden.
Wie viele Tage sollte man für den Tsavo Ost Nationalpark einplanen?
Bereits mit einer Übernachtung lässt sich der südliche Teil des Nationalparks gut erkunden. Wer zusätzlich den Galana-Fluss, die Lugard Falls oder die abgelegenen Regionen im Norden besuchen möchte, sollte zwei bis drei Nächte einplanen.
Kann man die Elefantenauswilderung des Sheldrick Wildlife Trust besuchen?
Ja, ein Besuch der Auswilderungsstation bei Voi ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung sind jedoch eine bestehende Adoption beim Sheldrick Wildlife Trust sowie eine vorherige Anmeldung. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollte der Besuch frühzeitig in die Reiseplanung aufgenommen werden.
Sollte man Tsavo Ost oder Tsavo West besuchen?
Beide Nationalparks unterscheiden sich deutlich. Tsavo Ost ist für seine offenen Savannen, die roten Elefanten und weitläufigen Landschaften bekannt. Tsavo West bietet dagegen eine abwechslungsreiche Vulkanlandschaft, die Mzima Springs und dichter bewachsene Safari-Gebiete. Besonders empfehlenswert ist die Kombination beider Nationalparks.
Wie lange dauert die Anreise vom Diani Beach zum Tsavo Ost Nationalpark?
Der Tsavo Ost Nationalpark ist von den Strandhotels am Diani Beach gut erreichbar und wird häufig als erste oder letzte Station einer Kenia-Safari eingeplant. Die Fahrt zum Buchuma Gate dauert – je nach Verkehrslage und Lage des Hotels – in der Regel etwa drei Stunden. Durch die Umgehungsstraße westlich von Mombasa ist dafür heute keine Fährüberfahrt mehr erforderlich. Dank der vergleichsweise kurzen Anreise lässt sich der Tsavo Ost Nationalpark hervorragend mit einem Badeaufenthalt an der kenianischen Küste kombinieren.
