Warum die Ol Pejeta Conservancy zu den besonderen Safari-Zielen Kenias gehört
Die Ol Pejeta Conservancy liegt im zentralen Hochland Kenias zwischen den Ausläufern der Aberdare Mountains und dem Mount Kenya. Das private Schutzgebiet verbindet klassische Safari-Erlebnisse mit international bedeutendem Artenschutz. Offene Graslandschaften, Akazien, bewaldete Flussufer und weite Ebenen schaffen einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Wildtiere.
Besonders bekannt ist Ol Pejeta für seinen außergewöhnlichen Nashornbestand. In der Conservancy leben Spitzmaulnashörner und Südliche Breitmaulnashörner. Darüber hinaus ist das Schutzgebiet die Heimat von Najin und Fatu, den letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörnern der Welt. Wissenschaftliche Forschung, intensive Überwachung und moderne Schutzmaßnahmen machen Ol Pejeta zu einem der wichtigsten Zentren für Nashornschutz in Afrika.
Neben Nashörnern können Besucher Elefanten, Büffel, Löwen, Leoparden, Geparden, Giraffen, Zebras und zahlreiche Antilopenarten beobachten. Nachtpirschfahrten, geführte Naturerlebnisse und Besuche ausgewählter Schutzprojekte ermöglichen Einblicke, die über eine klassische Kenia Safari hinausgehen.
Ol Pejeta auf einen Blick
- Land: Kenia
- Region: Laikipia County
- Lage: westlich von Nanyuki
- Fläche: rund 360 km²
- Bekannt für: Nashornschutz und Big Five
- Besonderheit: letzte Nördliche Breitmaulnashörner
- Aktivitäten: Pirschfahrten und Naturschutzerlebnisse
- Empfohlener Aufenthalt: 2 Nächte

Ol Pejeta verbindet außergewöhnliche Tierbeobachtungen mit einem unmittelbaren Einblick in modernen Artenschutz.
„Viele Reisende kommen wegen der Nashörner nach Ol Pejeta. Besonders wird der Aufenthalt jedoch durch die Verbindung aus Safari, Forschung und aktivem Artenschutz. Hier lassen sich Spitzmaul- und Breitmaulnashörner beobachten, während man gleichzeitig erfährt, wie aufwendig ihr langfristiger Schutz ist. Diese Mischung macht Ol Pejeta zu einem der eindrucksvollsten Schutzgebiete Kenias.“
Johannes Koslowski
Experte für Kenia Safaris
Alles Wissenswerte zur Ol Pejeta Conservancy
Die Ol Pejeta Conservancy zählt zu den bedeutendsten privaten Schutzgebieten Kenias. Ihre besondere Stärke liegt in der Verbindung aus artenreicher Tierwelt, professionellem Schutzmanagement, wissenschaftlicher Forschung und verantwortungsvollem Tourismus. Besucher erleben hier nicht nur klassische Pirschfahrten, sondern erhalten auch einen Einblick in konkrete Maßnahmen zum Schutz bedrohter Tierarten.
Ol Pejeta ist ein Big-Five-Gebiet und gleichzeitig eines der wichtigsten Nashornschutzgebiete Afrikas. Durch die überschaubare Größe, ein gut ausgebautes Wegenetz und unterschiedliche Aktivitäten eignet sich die Conservancy sowohl für geführte Safaris als auch für gut vorbereitete Selbstfahrer.
Lage und Anreise zur Ol Pejeta Conservancy
Die Ol Pejeta Conservancy liegt im Laikipia County im zentralen Hochland Kenias, westlich der Stadt Nanyuki. Sie befindet sich nahe dem Äquator und nördlich des Mount Kenya. Bei klarer Sicht bildet der schneebedeckte Gipfel des höchsten Berges Kenias eine eindrucksvolle Kulisse.
Von Nairobi beträgt die Entfernung je nach Route ungefähr 200 Kilometer. Für die Fahrt sollten in der Regel vier bis fünf Stunden eingeplant werden. Die Strecke führt über Thika und das zentrale Hochland in Richtung Nanyuki. Verkehrsaufkommen und Straßenverhältnisse können die tatsächliche Fahrzeit beeinflussen.
Alternativ kann die Region mit einem Kleinflugzeug erreicht werden. Linien- und Charterflüge verbinden Nairobi mit Nanyuki sowie ausgewählten Landebahnen in Laikipia. Welche Verbindung sinnvoll ist, hängt von der gebuchten Unterkunft und der weiteren Reiseroute ab.
Ol Pejeta lässt sich gut mit dem Mount Kenya, den Aberdare Mountains, dem Samburu National Reserve oder weiteren Schutzgebieten im Laikipia-Hochland kombinieren. Auch als Zwischenstation auf einer längeren Kenia Privatreise bietet sich die Conservancy an.
Landschaft und Lebensräume
Die Landschaft von Ol Pejeta wird von offenen Grasflächen, Akaziensavannen, Buschland und bewaldeten Flussläufen geprägt. Die unterschiedlichen Lebensräume liegen vergleichsweise nah beieinander und bieten gute Voraussetzungen für abwechslungsreiche Tierbeobachtungen.
Die Höhenlage von etwa 1.800 Metern sorgt für ein milderes Klima als in vielen tiefer gelegenen Safari-Gebieten Kenias. Morgens und abends kann es deutlich abkühlen, während die Temperaturen tagsüber meist angenehm bleiben. Warme Kleidung gehört deshalb auch in den trockeneren Monaten ins Reisegepäck.
Nach Regenfällen zeigt sich die Conservancy frisch und grün. Während trockenerer Phasen werden Wasserstellen und Flussbereiche besonders wichtig. Die offene Vegetation ermöglicht in vielen Gebieten weite Sicht und erleichtert die Beobachtung von Nashörnern, Büffeln, Giraffen und anderen Großtieren.
Tierwelt in der Ol Pejeta Conservancy
Ol Pejeta beherbergt die Big Five: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Daneben leben Geparden, Tüpfelhyänen, Schakale, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Flusspferde und zahlreiche Antilopenarten in der Conservancy.
Zu den möglichen Beobachtungen gehören außerdem Elenantilopen, Kuhantilopen, Wasserböcke, Impalas, Thomson-Gazellen und Grant-Gazellen. Die offenen Ebenen bieten besonders gute Chancen auf Grasfresser und ihre Jungtiere. Entlang bewaldeter Flussufer können sich Elefanten, Leoparden und verschiedene Affenarten aufhalten.
Auch die Vogelwelt ist abwechslungsreich. Greifvögel, Geier, Sekretäre, Strauße, Kronenkraniche, Bienenfresser und zahlreiche Savannen- und Wasservögel können je nach Jahreszeit beobachtet werden.
Nashörner in der Ol Pejeta Conservancy
Nashörner sind das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Ol Pejeta Conservancy. Das Schutzgebiet beherbergt eine bedeutende Population Östlicher Spitzmaulnashörner und gilt als das größte Schutzgebiet für Spitzmaulnashörner in Ost- und Zentralafrika. Darüber hinaus leben Südliche Breitmaulnashörner in der Conservancy.
In Afrika kommen zwei Nashornarten vor: das Breitmaulnashorn und das Spitzmaulnashorn. Die deutschen Bezeichnungen beschreiben die Form der Oberlippe und damit auch die Ernährungsweise. Breitmaulnashörner besitzen eine breite, gerade Oberlippe und grasen überwiegend auf offenen Flächen. Spitzmaulnashörner haben dagegen eine spitz zulaufende, greiffähige Oberlippe, mit der sie Blätter, Triebe und Zweige von Büschen und Bäumen abpflücken.
Vielleicht sind Ihnen auch die englischen Bezeichnungen White Rhino und Black Rhino begegnet. Anders als häufig vermutet, beziehen sich diese Namen nicht auf die Hautfarbe der Tiere – beide Arten sind überwiegend grau. Als wahrscheinlichste Erklärung gilt, dass das Breitmaulnashorn im Afrikaans ursprünglich als „wydrenoster“ bezeichnet wurde. Das Wort „wyd“ bedeutet „breit“ und beschreibt die charakteristische Maulform. Britische Siedler sollen den Begriff später als „white“ verstanden haben. Um beide Arten sprachlich voneinander zu unterscheiden, setzte sich für das Spitzmaulnashorn anschließend die Bezeichnung Black Rhino durch.
Zum Schutz der Tiere setzt Ol Pejeta unter anderem spezialisierte Rangerteams, kontinuierliche Überwachung, veterinärmedizinische Betreuung und die genaue Erfassung einzelner Nashörner ein. Die Einnahmen aus dem Tourismus tragen dazu bei, diese langfristigen und kostenintensiven Maßnahmen zu finanzieren.
Najin und Fatu – die letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner
In der Ol Pejeta Conservancy leben Najin und ihre Tochter Fatu, die letzten beiden bekannten Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt. Beide wurden im Zoo Dvůr Králové in Tschechien geboren und kamen 2009 gemeinsam mit den Bullen Sudan und Suni nach Kenia. Die Hoffnung bestand darin, dass die naturnahen Bedingungen in Ol Pejeta eine erfolgreiche Fortpflanzung ermöglichen würden.
Suni starb 2014, Sudan im Jahr 2018. Da weder Najin noch Fatu auf natürlichem Weg Nachwuchs bekommen können, gilt die Unterart als funktionell ausgestorben. Dennoch arbeiten internationale Wissenschaftler, Tierärzte und Artenschutzorganisationen weiter an ihrem Erhalt.
Im Rahmen des BioRescue-Programms wurden Eizellen gewonnen und mit zuvor konserviertem Sperma Nördlicher Breitmaulnashörner befruchtet. Die daraus entstandenen Embryonen sollen künftig von geeigneten Südlichen Breitmaulnashörnern ausgetragen werden. Das Verfahren ist wissenschaftlich anspruchsvoll und bietet keine Garantie für eine Wiederherstellung der Population. Es stellt jedoch einen weltweit beachteten Versuch dar, eine Tierunterart mithilfe assistierter Reproduktion vor dem endgültigen Verschwinden zu bewahren.
Najin und Fatu leben in einem besonders geschützten Bereich der Conservancy und werden rund um die Uhr bewacht. Im Rahmen eines vorab reservierten Besuchs können Reisende die Tiere sehen und von den zuständigen Mitarbeitern mehr über ihre Geschichte, ihre Betreuung und die internationale Forschungsarbeit erfahren.
Die Begegnung mit den letzten beiden Vertreterinnen ihrer Unterart ist emotional, sollte jedoch nicht als gewöhnliche Tierattraktion verstanden werden. Sie verdeutlicht vielmehr, welche Folgen Wilderei, Lebensraumverlust und politische Instabilität für eine Tierpopulation haben können.
Das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary
Ein weiterer besonderer Bereich ist das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary. Es wurde 1993 in Zusammenarbeit mit dem Kenya Wildlife Service und dem Jane Goodall Institute eingerichtet. Das Schutzgebiet bietet geretteten und beschlagnahmten Schimpansen aus West- und Zentralafrika ein dauerhaftes Zuhause.
Schimpansen kommen natürlicherweise nicht in Kenia vor. Die Tiere im Sanctuary wurden unter anderem aus illegaler Haltung und dem Wildtierhandel gerettet. Viele hatten vor ihrer Ankunft traumatische Erfahrungen gemacht und benötigen langfristige Betreuung.
Die Schimpansen leben in weitläufigen, naturnahen Gehegen, die durch den Ewaso-Nyiro-Fluss voneinander getrennt sind. Besucher können die Tiere von ausgewiesenen Beobachtungspunkten sehen und mehr über ihre individuellen Geschichten sowie die Bedrohung wild lebender Menschenaffen erfahren.
Das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary ist kein klassischer Zoo. Im Mittelpunkt stehen die lebenslange Versorgung geretteter Tiere, Aufklärung und die Unterstützung internationaler Bemühungen gegen den illegalen Handel mit Menschenaffen.
Pirschfahrten in Ol Pejeta
Klassische Pirschfahrten bilden die Grundlage eines Aufenthalts in Ol Pejeta. Besonders gute Beobachtungsbedingungen herrschen am frühen Morgen und am späten Nachmittag. In diesen Stunden sind viele Tiere aktiv und die Temperaturen angenehm.
Aufgrund des gut ausgebauten Wegenetzes können unterschiedliche Landschaftsbereiche an einem Tag erreicht werden. Die Route lässt sich auf Nashörner, Großkatzen, Elefanten oder allgemeine Tierbeobachtungen ausrichten. Dennoch bleibt jede Safari unvorhersehbar, da sich die Tiere frei im Schutzgebiet bewegen.
Wer in einer Unterkunft innerhalb oder unmittelbar an der Conservancy übernachtet, kann frühe und späte Pirschfahrten besonders gut nutzen. Bei einem reinen Tagesbesuch geht dagegen ein Teil des Tages für Anreise, Registrierung und Ausfahrt verloren.
Nachtpirschfahrten
Nachtpirschfahrten gehören zu den besonderen Aktivitäten der Ol Pejeta Conservancy. Nach Sonnenuntergang verändert sich das Verhalten vieler Tiere. Mit einem erfahrenen Guide und einem Suchscheinwerfer bestehen Chancen auf nachtaktive Arten, die während einer gewöhnlichen Pirschfahrt nur selten zu sehen sind.
Je nach Glück können Weißschwanzmangusten, Löffelhunde, Stachelschweine, Zibetkatzen, Ginsterkatzen, Hyänen oder sogar Leoparden beobachtet werden. Sichtungen sind nicht planbar und hängen von Jahreszeit, Wetter und Tierbewegungen ab.
Nachtpirschfahrten dürfen nicht eigenständig mit einem privaten Fahrzeug durchgeführt werden. Sie finden in Begleitung autorisierter Guides statt und müssen in der Regel im Voraus organisiert werden.
Geführte Wanderungen und besondere Naturschutzerlebnisse
Neben Pirschfahrten bietet Ol Pejeta unterschiedliche geführte Erlebnisse an. Je nach Verfügbarkeit können dazu Naturwanderungen, Vogelbeobachtungen, Besuche bei Schutzprojekten oder spezielle Aktivitäten rund um Nashörner und Rangerarbeit gehören.
Bei geführten Wanderungen richtet sich der Blick stärker auf Spuren, Pflanzen, Insekten, kleinere Tiere und ökologische Zusammenhänge. Die Aktivitäten finden nur in dafür vorgesehenen Bereichen und unter Begleitung qualifizierter Guides statt.
Einzelne Naturschutzerlebnisse haben begrenzte Kapazitäten und feste Zeitfenster. Wer Najin und Fatu besuchen oder an einer besonderen Schutzaktivität teilnehmen möchte, sollte dies bereits während der Reiseplanung berücksichtigen.
Artenschutz und nachhaltige Landnutzung
Ol Pejeta verfolgt einen ganzheitlichen Schutzansatz. Neben Wildtierschutz gehören Forschung, veterinärmedizinische Betreuung, Lebensraummanagement, Umweltbildung und die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden zu den zentralen Aufgaben der Conservancy.
Eine Besonderheit ist die Verbindung von Naturschutz und extensiver Viehwirtschaft. Rinder werden kontrolliert innerhalb bestimmter Bereiche gehalten und in ein umfassendes Weidemanagement einbezogen. Damit soll gezeigt werden, dass Wildtierschutz und wirtschaftliche Landnutzung unter klaren Bedingungen miteinander vereinbar sein können.
Darüber hinaus unterstützt Ol Pejeta Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und lokale Entwicklung. Langfristiger Naturschutz kann nur funktionieren, wenn auch die Bevölkerung im Umfeld eines Schutzgebietes von dessen Bestehen profitiert.
Unterkünfte in und um Ol Pejeta
In und im Umfeld der Conservancy befinden sich Camps, Lodges und Gästehäuser unterschiedlicher Kategorien. Einige Unterkünfte liegen direkt innerhalb des Schutzgebietes und ermöglichen besonders frühe Pirschfahrten sowie kurze Wege zu den wichtigsten Beobachtungsgebieten.
Zu den bekannten Unterkünften gehören Sweetwaters Serena Camp und Kicheche Laikipia Camp. Darüber hinaus gibt es kleinere Unterkünfte, Gästehäuser und Campingmöglichkeiten. Welche Unterkunft am besten passt, hängt von Budget, gewünschtem Komfort, Aktivitäten und weiterer Reiseroute ab.
Bei der Auswahl sollte nicht nur der Preis berücksichtigt werden. Auch die Lage zum Eingangstor, die Entfernung zu den gewünschten Schutzprojekten und die Frage, ob Pirschfahrten mit der Unterkunft oder einem eigenen Guide durchgeführt werden, sind wichtig.
Kann man Ol Pejeta als Selbstfahrer besuchen?
Ol Pejeta eignet sich grundsätzlich gut für Selbstfahrer. Das Wegenetz ist im Vergleich zu vielen abgelegenen Schutzgebieten übersichtlich, und die wichtigsten Bereiche lassen sich mit einer guten Karte erreichen. Ein Fahrzeug mit ausreichender Bodenfreiheit ist dennoch empfehlenswert.
Nach stärkeren Regenfällen können einzelne Strecken matschig oder schwerer befahrbar sein. Selbstfahrer sollten sich bei der Einfahrt über aktuelle Straßenverhältnisse, gesperrte Wege und die Lage wichtiger Besucherbereiche informieren.
Besondere Aktivitäten wie Nachtpirschfahrten, geführte Wanderungen und Besuche bei den Nördlichen Breitmaulnashörnern müssen separat organisiert werden. Sie können nicht ohne autorisierte Begleitung durchgeführt werden.
Bei unseren Kenia Selbstfahrer Reisen stimmen wir Fahrzeug, Unterkunft, Eintritt und gewünschte Zusatzaktivitäten auf die gesamte Route ab.
Wie viele Tage sollte man für Ol Pejeta einplanen?
Für einen ersten Eindruck empfehlen wir zwei Übernachtungen. Dadurch steht mindestens ein voller Tag für Pirschfahrten, das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary und ausgewählte Naturschutzaktivitäten zur Verfügung.
Eine Übernachtung ist möglich, wenn Ol Pejeta als Zwischenstation in eine längere Route eingebunden wird. Der Aufenthalt ist dann jedoch vergleichsweise kurz, da An- und Abreise einen erheblichen Teil der verfügbaren Zeit beanspruchen.
Drei Nächte eignen sich für Reisende, die mehrere Pirschfahrten unternehmen, eine Nachtpirschfahrt einplanen und sich intensiver mit den Schutzprojekten beschäftigen möchten. Auch für Fotografen und Familien kann ein zusätzlicher Tag sinnvoll sein.
Ol Pejeta oder Solio Ranch?
Ol Pejeta und die Solio Ranch sind beide für Nashörner bekannt, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausrichtung. Solio bietet in einer ruhigen, offenen Landschaft besonders gute Möglichkeiten, größere Gruppen von Breitmaulnashörnern zu beobachten. Das Safari-Erlebnis konzentriert sich stark auf Tierbeobachtungen.
Ol Pejeta bietet ein breiteres Gesamtprogramm. Neben Spitzmaul- und Breitmaulnashörnern stehen die letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner, das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary, Nachtpirschfahrten und unterschiedliche Naturschutzaktivitäten im Mittelpunkt.
Wer sich vor allem intensive Nashornbeobachtungen in einer wenig besuchten Landschaft wünscht, kann Solio bevorzugen. Wer Safari, Artenschutz und verschiedene Aktivitäten verbinden möchte, findet in Ol Pejeta das vielseitigere Angebot. Bei ausreichender Reisezeit lassen sich beide Gebiete miteinander kombinieren.
Ol Pejeta oder Masai Mara?
Die Ol Pejeta Conservancy und die Masai Mara bieten sehr unterschiedliche Safari-Erlebnisse. Die Masai Mara ist für ihre offenen Savannen, hohe Raubtierdichte und die Große Tierwanderung bekannt. Ol Pejeta ist kleiner und legt einen deutlich stärkeren Schwerpunkt auf Nashörner und Artenschutz.
Die Regionen sind daher keine direkten Alternativen. Vielmehr ergänzen sie sich auf einer längeren Kenia-Rundreise: Ol Pejeta vermittelt einen unmittelbaren Einblick in moderne Schutzarbeit, während die Masai Mara für klassische Savannenlandschaften und intensive Raubtierbeobachtungen steht.
Beste Reisezeit für die Ol Pejeta Conservancy
Die Ol Pejeta Conservancy kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Durch die Höhenlage ist das Klima vergleichsweise mild. Die beste Reisezeit hängt vor allem davon ab, ob trockene Straßen, grüne Landschaften, Vogelbeobachtungen oder ein geringeres Besucheraufkommen im Mittelpunkt stehen.
Januar bis März
Vorteile
Meist gute Bedingungen für Pirschfahrten, offene Landschaften und häufig klare Sicht auf den Mount Kenya. Tierbeobachtungen sind in der Regel sehr gut.
Zu beachten
Die Nächte und frühen Morgenstunden können durch die Höhenlage kühl sein. Gegen Ende des Zeitraums sind erste Regenschauer möglich.
April bis Mai
Vorteile
Üppige Vegetation, intensive Farben, gute Vogelbeobachtungen und ein besonders ruhiges Safari-Erlebnis.
Zu beachten
Stärkere Regenfälle können einzelne Wege beeinträchtigen. Tiere verteilen sich durch das größere Wasserangebot weiträumiger.
Juni bis Oktober
Vorteile
Überwiegend trockene Bedingungen, gut befahrbare Wege und ausgezeichnete Chancen auf Nashörner und andere Großtiere.
Zu beachten
Morgens, abends und bei Nachtpirschfahrten kann es empfindlich kühl werden. Beliebte Unterkünfte sollten früh reserviert werden.
November bis Dezember
Vorteile
Frische Vegetation, gute Vogelbeobachtungen und häufig klare Luft nach Regenschauern. Viele Tiere bekommen in dieser Zeit Nachwuchs.
Zu beachten
Kurze, teils kräftige Regenschauer sind möglich. Einzelne Pisten können vorübergehend schwieriger befahrbar sein.
Wie lässt sich Ol Pejeta am besten in Ihre Kenia Safari integrieren?
Ol Pejeta eignet sich besonders für Reisen zum Mount Kenya, in die Aberdare Mountains, nach Samburu oder in weitere Schutzgebiete des Laikipia-Hochlands. Gerne wählen wir gemeinsam mit Ihnen die passende Unterkunft, Aufenthaltsdauer und Naturschutzaktivitäten aus.
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Häufige Fragen zur Ol Pejeta Conservancy
Rund um die Ol Pejeta Conservancy erreichen uns in der Reiseberatung immer wieder ähnliche Fragen. Wo liegt das Schutzgebiet? Wie gut sind die Chancen, Nashörner zu sehen? Wer sind Najin und Fatu? Und eignet sich Ol Pejeta auch für Selbstfahrer? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Wo liegt die Ol Pejeta Conservancy?
Die Ol Pejeta Conservancy liegt im zentralen Hochland Kenias zwischen Nairobi und dem Mount Kenya, nahe der Stadt Nanyuki. Sie befindet sich auf dem Äquator und ist gut über asphaltierte Straßen erreichbar.
Wofür ist die Ol Pejeta Conservancy besonders bekannt?
Die Ol Pejeta Conservancy ist besonders bekannt für ihre führende Rolle im Nashornschutz. Sie beherbergt einen der größten Bestände an Nashörnern in Ostafrika sowie die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner weltweit.
Welche Tiere kann man in der Ol Pejeta Conservancy beobachten?
In Ol Pejeta leben die Big Five – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Außerdem können Geparden, Hyänen, Giraffen, Zebras, Flusspferde, Warzenschweine, zahlreiche Antilopenarten sowie eine vielfältige Vogelwelt beobachtet werden. Besonders hoch sind die Chancen, Spitzmaul- und Breitmaulnashörner zu sehen.
Wie gut sind die Chancen, Nashörner zu beobachten?
Die Chancen auf Nashornsichtungen gehören zu den besten in ganz Kenia. Vor allem Südliche Breitmaulnashörner lassen sich häufig in den offenen Graslandschaften beobachten. Auch Spitzmaulnashörner leben in großer Zahl in der Conservancy, sind aufgrund ihrer Lebensweise im Busch jedoch meist etwas schwieriger zu entdecken. Eine Sichtung kann dennoch nie garantiert werden.
Welche Safari-Aktivitäten sind in der Ol Pejeta Conservancy möglich?
Angeboten werden Pirschfahrten am Tag und in der Nacht, geführte Buschwanderungen sowie Besuche von Naturschutz- und Forschungsprojekten. Die Vielfalt der Aktivitäten unterscheidet Ol Pejeta von vielen staatlichen Parks.
Eignet sich die Ol Pejeta Conservancy für Selbstfahrer?
Ja, die Ol Pejeta Conservancy eignet sich gut für eine Kenia Selbstfahrer Reise. Die Wege sind gut ausgeschildert und gepflegt. Alternativ können geführte Safaris mit erfahrenen Guides gebucht werden.
Wann ist die beste Reisezeit für die Ol Pejeta Conservancy?
Die Conservancy kann ganzjährig besucht werden. Während der trockeneren Monate sind Tierbeobachtungen oft besonders gut, während der Regenzeiten zeigt sich die Landschaft grün und lebendig.
Wer sind Najin und Fatu?
Najin und ihre Tochter Fatu sind die letzten beiden bekannten Nördlichen Breitmaulnashörner weltweit. Sie leben unter strengem Schutz in der Ol Pejeta Conservancy und werden rund um die Uhr von Rangern bewacht. Internationale Forschungsprojekte arbeiten mit modernen Fortpflanzungstechnologien daran, diese Unterart möglicherweise langfristig zu erhalten.
Kann man Najin und Fatu besuchen?
Ja. Besucher können Najin und Fatu im Rahmen einer geführten und vorab reservierten Tour besuchen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und der Ablauf richtet sich nach den Anforderungen des Tierwohls und der laufenden Schutzmaßnahmen.
