Die Reisevorbereitung und erste Eindrücke im Leopard Beach Hotel Am 13. Juli starteten wir in unsere Hochzeitsreise nach Kenia, die wir über Accept Reisen geplant hatten. Die Reise, die bis 30. Juli gedauert hat, war in drei Abschnitte gegliedert, was sich nachträglich als sehr gut durchdacht erwiesen hat. Wir hatten aufgrund der Ankunft in Mombasa […]
Reisebericht: Safari-Erlebnisse in Kenia und Tansania
Weil die Entscheidung zwischen Tansania und Kenia schwer zu treffen ist, sollen es beide Länder sein, in denen wir mit Accept Reisen eine unglaublich schöne Zeit erleben.
Tag 1: Anreise nach Ostafrika – Zwischenstopp in Addis Abeba
Unsere Reise beginnt in Brüssel mit Ethiopian Airlines, Zwischenstopp in Addis Abeba. Schon an diesem Drehkreuz Afrikas ist der Puls des bunten Lebens sofort spürbar. Kaffeeduft, der in die Nase zieht, andersartig gekleidete Menschen, ein Gewimmel aus bunten Farben, Sprachen und Stimmen. Ein Adrenalinschub nach unserem Flug bis hierher, der wach und freudig ungeduldig macht auf das, was kommt.
Tansanias unberührte Wildnis bietet atemberaubende Schauplätze für den perfekten Abschluss oder die Ergänzung einer ostafrikanischen Kombinationsreise. Alles Wissenswerte über die Nationalparks im Norden und wichtige Vorbereitungstipps finden Sie in unserem Guide für eine Tansania Safari.
Tag 2: Ankommen in Arusha – Erste Eindrücke am Kilimanjaro
Kurze Zeit später befeuert der Gipfelblick über den Wolken unsere Vorfreude, bevor wir gegen Mittag am Kilimanjaro Airport bei Arusha landen. Ein Fahrer bringt uns durch das quirlige und aufregende Durcheinander von Arushas Straßen bis hin zu einem holprigen Schotterweg, in den wir einbiegen. Am Ende des Weges erwartet uns die African View Lodge mit abrupter Stille, die nur durchbrochen wird von Vogelgezwitscher und dem rhythmischen Zirpen der Zikaden. Ein Kleinod, das wir den restlichen Tag am Pool mit Blick auf den Mount Meru genießen. Die Lodge bereitet uns ein freundliches und entspanntes Ankommen mit genussvollem Essen und einer guten Nacht.
Tag 3: Lake Manyara Nationalpark – Perfekter Einstieg in die Safari in Tansania
Das Frühstück mit Blick auf den Mount Meru macht gute Laune am nächsten Morgen. Zur verabredeten Zeit holt unser Guide Oskar uns ab. Es geht in Richtung Lake Manyara, dessen Wasserstand zwar schon sehr hoch ist, den wir aber glücklicherweise trotzdem noch besuchen können. Bei einem kurzen Stopp am Straßenrand werden 3 Lunchpakete für unser Picknick am Mittag ans Auto geliefert und es geht weiter.
Die bunte Vielfalt und das rege Treiben auf den Straßen Arushas, die staubigen und belebten Straßen Karatus nehmen unsere Blicke gefangen und treiben unseren Puls in die Höhe. Schulkinder winken uns in ihren Schuluniformen zu, Massai hüten Ziegen am Straßenrand. Umso entspannter wird es, als wir den Park erreichen und schon auf dem Parkplatz ein Affe einen nebenstehenden Safariwagen erkundet. Der Lake Manyara eignet sich gut als erster Nationalpark. Wunderbar grün und ruhig. Wir drücken zum ersten Mal das Dach nach oben, der Fahrtwind tut gut auf der Haut. Zu Hause ist Winter.
Nicht nur die Tiere faszinieren uns, auch die Leberwurstbäume und das satte Grün, durch das wir fahren. Wir queren einen Bachlauf, in dem ein seltener Buschbock steht. Ein Hornrabe stakst an uns vorbei. Der erste Elefant lässt nicht lange auf sich warten und eine Mischung aus Begeisterung und Angst erfüllt mein Herz, die mir Oskar aber schnell wieder nimmt. Elefanten, die sich über die herabhängenden Früchte der Leberwurstbäume hermachen, Impalas wohin man schaut, Perlhühner und bunte Vögel säumen unseren Weg durch den Park bis wir schließlich vor dem riesigen See stehen. Ein trauriges Bild der teils abgestorbenen Bäume, die halb im Wasser stehen, nichtsdestotrotz aber ein beeindruckendes Bild, das von den ersten elegant hinter den Büschen hervorkommenden Giraffen komplettiert wird.
Eine riesige Horde Paviane kreuzt kurz darauf unseren Weg. Erst einzelne, dann immer mehr Tiere bewegen sich langsam aus dem Dickicht vor unseren Wagen. Darunter viele Weibchen mit Babys auf ihren Rücken und hängend unter ihren Bäuchen. Es dauert, bis alle auf der anderen Seite des Weges im dichten Grün wieder verschwinden. Ein Dikdik schaut uns neugierig hinterher. Nach einem wunderschönen ersten Safaritag erreichen wir glücklich die Marera Valley Lodge, an deren einladenden Pool wir den restlichen Tag verbringen und am Abend ein sehr gutes Dinner auf der Terrasse genießen.
Tag 4 – 6: Serengeti Nationalpark – Tierwanderung und unvergessliche Safari-Momente
Unser Ziel am nächsten Tag ist der Serengeti National Park. Die durch die unterschiedlichen Höhenlagen entstandene vielfältige, dschungelartige Vegetation, durch die uns unsere Fahrt über den Ngorongoro Krater führt, ist atemberaubend schön. Die Schotterpiste bringt uns mit überwältigendem Blick auf die Caldera durch eine teils nebelverhangene Pflanzenwelt hinauf zum Kraterrand und wieder hinunter. Massai hüten ihre weidenden Rinder oder sitzen unter schattenspendenden Akazien, dann schließlich das Monument „Serengeti National Park -Serengeti Shall Never Die“, nur unweit entfernt von der Fundstätte von Millionen Jahre alten menschenähnlichen Fossilien, der Wiege der Menschheit.
Mittlerweile stehen wir nur noch in dem Safariwagen. Die Kamera klickt, holprig über Schotter oder Gras, der Fahrtwind im Gesicht. Unsere Fahrt zum Narudi Tented Camp in der Zentralserengeti vorbei an unzähligen Zebras, Giraffen, Antilopen, Strauße und einem schwarzen Meer von Gnus lässt unseren Atem stocken. Wir sind mitten in der größten Tierwanderung der Welt, bei der über 1 Million Tiere dem Wasser und dem Gras im Uhrzeigersinn zwischen Tansania und Kenia hinterherwandern. Unmöglich, dieses Spektakel in Bildern einzufangen. Dazwischen Löwen, die mit ihren prallen Bäuchen in der Mittagshitze ruhen. Wir sind glücklich über unsere gewählte Reisezeit Februar. Überall Babys! Selbst die völlig zu Unrecht den Ugly Five zugeordneten Hyänen haben niedlichen Nachwuchs und die eleganten Zebras haben Mühe, ihren wild umherhüpfenden Wildfang zu hüten.
Im späten Nachmittag erreichen wir unser Camp, das uns richtig gut gefällt. Junge gut gelaunte Leute, die uns zum Essen ins Hauptzelt abholen, sobald wir mit der Taschenlampe in ihre Richtung anzeigen, dass wir fertig sind fürs Dinner. Alleine das Zelt verlassen, ist keine Option unter dem Sternenzelt über der Serengeti.
Safari-Highlights in der Serengeti – Löwen, Leoparden und Geparden hautnah
Durch das Netz am Eingang unseres Zeltes beobachte ich die aufgehende rote Sonne am frühen Morgen und lausche den Geräuschen, die so exotisch sind. Das Brüllen eines Löwen in der Ferne, der Schrei einer Hyäne und beim Frühstück die Beschreibung des Büffelatems in der Nacht hinter einem der Zelte sind verheißungsvoll.
Um keinen Moment des Abenteuers zu verschwenden, entscheiden wir uns für Mittagessen in Form von Lunchpaketen und brechen früh auf, was prompt belohnt wird mit dem Fauchen eines wunderschönen Leoparden, bevor er kraftvoll zwischen den Büschen der Savanne wieder verschwindet. Dieses Erlebnis ist so berührend, dass wir einen Moment brauchen, um den beobachtenden Blick des alten Büffels mit der Kamera festzuhalten. Es wird grüner. Als wir schließlich 16 Löwen um uns herum zählen, die majestätisch rechts und links an uns vorbeiziehen und sich der Löwe mit der üppigsten Mähne direkt neben unseren Wagen legt, habe ich Tränen in den Augen.
Unser Safariwagen kämpft sich durch immer schlammigeres Gebiet. Spuren von Nilpferdzehen lassen erahnen was folgt. Das Grunzen der Schwergewichte im Hippopool ist herrlich! Wir schauen in ein weit zum Gähnen aufgerissenes Maul am gegenüberliegenden Ufer und beobachten einen behäbigen Spaziergang, was zu dieser Uhrzeit eher untypisch ist für diese sonnenempfindlichen Tiere, die sich am Tag lieber im Wasser aufhalten. Üppige Palmenbüsche zieren das Ufer.
Bei dem mittäglichen Picknick unter einem Banyanbaum müssen wir das alles erst mal sacken lassen.
Auch der Nachmittag hält wundervolle Momente für uns bereit. Giraffengruppen, die zeitlupengleich unseren Weg kreuzen, um dann wie spielend einem weißen Vogel hinterher zu galoppieren. Immer wieder unterbrechen Akazien das Bild der Savanne. Ab und zu lugt zwischen den Dornen dieser schattenspendenden Bäume die lilafarbene Zunge einer fressenden Giraffe hervor.
Eine Thomson-Gazelle, ein Dreifarben-Glanzstar, Antilopen, immer wieder Impalas und zwei Löwinnen, die sich auf kleinen Felshügeln, liebevoll um ihre Babys kümmern, werden zu weiteren Fotomotiven bis wir erschöpft und erfüllt mit den ersten Tropfen eines gewaltigen Gewitters gegen Abend unser Camp erreichen. Der Himmel über der Serengeti ist tief dunkelblau.
Am nächsten Morgen scheint die Serengeti überschwemmt im Licht der Morgendämmerung. Die Savanne steht unter Wasser und das Grün sieht saftig aus, wo gestern noch Staub in die Luft gewirbelt ist. Unserem Guide Oskar scheinen die schlammigen Wege und die im Matsch durchdrehenden Reifen Spaß zu machen, weil er umso mehr seine Qualitäten unter Beweis stellen kann. Herrlich! Mitten im Nirgendwo in der zentralen Serengeti tanken wir auf und auch dieser Tag hält wunderschöne Tierbegegnungen für uns bereit. Einige andere Safariwagen haben sich festgefahren. Wir erleben eine tolle Solidarität zwischen den Guides, die sich mit Engagement und guter Laune gegenseitig helfen, weiterzufahren.
Viele Tierbabys, die unglaublich niedlich aussehen, berühren unsere Herzen. Baby-Gnus, unzählige Zebrakinder, die aufmüpfig umherspringen und quietschen vor Freude. Löwen, die sich im Schatten ausstrecken, Tüpfelhyänen, die in Pfützen Abkühlung suchen und sich darin suhlen und niedliche Dikdiks, die sowieso klein und zierlich aussehen.
Ein Highlight ist das Rudel Geparden, das erst im hohen trockenen Gras in der Sonne döst und dann aufschreckt, faucht, um dann genüsslich um unseren Safariwagen herumzustreifen. Wunderschön! Wieder fahren wir durch ein schwarzes Meer von Gnus und stehen fast die ganze Zeit auf den Sitzen. Unmöglich, all diese Eindrücke mit der Kamera festzuhalten. Es geht leider wieder raus aus der Serengeti zurück zur Ngorongoro Conservation Area, wo wir im späten Nachmittag unsere am Kraterrand liegende nächste Unterkunft mit Blick in die Caldera des Ngorongoro Kraters erreichen.
Die Sonne geht langsam unter. Am Lagerfeuer lauschen wir den Geschichten eines Massai und kuscheln uns später müde mit Wärmflasche ins Bett. Es ist kalt am Kraterrand.
Tag 7: Ngorongoro Krater – Safari im Garten Eden Afrikas
Ob der Sonnenuntergang oder der Sonnenaufgang über dem Krater eindrucksvoller ist? Ich kann es nicht beantworten und bewundere die Euphorbia Candelabrum, die als wunderschönes Fotomotiv vor dem noch unter dem Nebel ruhenden Krater vom Licht des Sonnenaufgangs warm beleuchtet wird. An diesem Tag geht es für uns schon früh in den Krater hinein. Das Schmatzen und Schnauben eines alten Büffels, der irgendwann dann endlich satt mit einem lauten Platschen sein Geschäft vor unserem Zelt verrichtet hatte, ist der Grund dafür, dass wir noch müde sind, als wir von den Massai verabschiedet werden.
Als wir in den Krater hinunterfahren, sind wir hellwach. So muss der Garten Eden aussehen. Farbenfroh und artenreich in allen nur vorstellbaren Facetten liegt ein Paradies vor uns. Grasende Zebras im saftigen Grün, zarte Flamingos, die sich im Wasser spiegeln, True Lovers, die Zeit Ihres Lebens und darüber hinaus zusammenbleiben. Ein kleiner zwitschernder Maskenweber, der Schabrackenschakal, Elenantilopen und Thomson-Gazellen, der Heilige Ibis, Warzenscheine und siehe da – ein Nashorn! Unsere Kameras werden nicht müde und es ist vergessen, dass wir in der letzten Nacht starr vor Schreck ohne uns zu rühren das Morgengrauen herbeigesehnt haben.
Ein hungriger Marabu verfolgt mich mittags, als wir unser Lunchpaket plündern. Ein Highlight jagt das nächste und natürlich fehlen weder Tüpfelhyänen, Büffel noch Elefanten bis wir mittags den Krater wieder verlassen. Als wir am Rand des Kraters am Grzimek-Denkmal vorbeifahren, verstehe ich, was Bernhard und Michael Grzimek mit Afrika verband. Im Nachmittag erreichen wir die Marera Valley Lodge, die uns so gut gefallen hatte, und verbringen den Nachmittag an dem wunderschönen Pool. Darauf einen Gin Tonic!
Tag 8: Tarangire Nationalpark – Elefantenparadies und Baobab-Landschaft
Wir sind sicher, dass die letzten Tage nicht zu toppen sind, als wir zum Tarangire National Park aufbrechen, doch wir werden schnell eines Besseren belehrt. Neben all den wunderbaren Tieren, die wir bisher schon gesehen haben, sind wir völlig geflasht von den unzähligen Elefanten, die plötzlich um uns herum sind. Wohin wir auch schauen, überall Elefanten! Riesige Gruppen von Elefanten, die majestätisch umherwandern und so viele entzückende kleine Babys, die wie Kinder umherlaufen, sich spielend gegenseitig schupsen und ihr Rüsselchen ungelenk umherwirbeln. Dann eine kleine Elefanten-Kindergartengruppe, die in einem Schlammloch plantscht und tollt bis schließlich eine Elefantenkuh dem ausgelassenen Treiben mit lautem Tröten ein Ende setzt und zum Aufbruch ruft.
Diesmal muss Stefans Lunchbox verteidigt werden, als eine grüne Meerkatze den Angriff darauf in der Mittagspause startet. Oskar hatte uns gewarnt. Vom Picknickplatz aus können wir das ausgetrocknete Flussbett des Tarangire sehen, in dem Hunderte Elefanten mit ihren Rüsseln die Mineralien aus der Erde ziehen. Mächtige Baobabs mit gewaltigem Stammdurchmesser wohin man schaut, einige sicher mehr als ein Jahrtausend stille Zeugen von Leben, das kommt und geht. Der Baum des Lebens, vielgenutzt und mystisch, ranken sich viele Geschichten um ihn. Oskar zeigt uns noch einen besonders riesigen Affenbrotbaum und nennt ihn Poacher’s Tree. Der Stamm ist dick und ausgehöhlt, so dass ihn Wilderer in vergangenen Zeiten zur vorübergehenden Aufbewahrung ihrer Beute nutzten. Auch das ist Teil der Geschichte dieses Landes.
Im Nachmittag zieht sich der Himmel zu und die Schwüle wird von einem Gewitter abgelöst, als wir wieder genau rechtzeitig unsere nächste Unterkunft erreichen. Ein wunderbarer Tag klingt aus in der Sangaiwe Tented Lodge, in der wir den Tag mit Blick über den Tarangire in einem der auf Stelzen stehenden Baumhäuser ausklingen lassen.
Tag 9: Asante Sana Tansania – Jambo Kenia!
Am nächsten Morgen starten wir schon früh zur kenianischen Grenze. Die 6stündige Fahrt vergeht wie im Flug, weil die Einblicke in den Alltag der Menschen so bunt und bitter sind. Hühner, offene Feuer, auf denen in großen Töpfen umgerührt wird, hupende Motorradgruppen bei einer Beerdigung, Frauen in farbenfrohen Kleidern und Kinder in Schuluniformen, die uns fröhlich und neugierig zuwinken.
Gegen Mittag erreichen wir Moshi. Eine umtriebige Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Wir sind ein bisschen traurig, weil der Abschied von Oskar bevorsteht. Er überrascht uns noch mit einem Bananenbier in einem der Straßenlokale und macht uns damit eine Riesenfreude.
Geprägt von der Höhenlage am Kilimanjaro sorgt das tropische Hochlandklima in dieser Region für eine wunderschöne üppige Vegetation. An den Straßen werden Unmengen von Bananen angeboten. Mit Hilfe von Oskar und Guide Sami, der schon auf uns wartet, passieren wir schließlich die Grenze nach Kenia und erreichen am Nachmittag die Oilepo Amboseli Lodge.
Dann ist es endlich soweit – mit einem Gin Tonic stoßen wir an auf den zum ersten Mal freien Blick auf den Kilimanjaro!
Tag 10: Amboseli Nationalpark – Elefanten vor dem Kilimanjaro
Noch vor Sonnenaufgang sind wir auf den Beinen, um ihn bestmöglich in der Morgendämmerung einzufangen. Dieser Tag gehört ganz dem Amboseli National Park, der nur einen Steinwurf von unserer Lodge entfernt ist. Wieder sehen wir große Herden von Elefanten, diesmal vor der spektakulären Kulisse des Mount Kilimanjaro.
Trotz seiner geringeren Größe begegnen wir im Amboseli auch wieder unzähligen Zebras, Giraffen, Pavianen, Wasserböcken, Grantgazellen, Büffeln, Löwen und Geparden. Vom Observation Hill sehen hinunter auf die abwechslungsreiche Vegetation des Parks.
Das skurrile Bild eines einzelnen Flusspferdes auf einer kleinen grünen Insel inmitten der staubtrockenen Savanne, in der Sonne schimmernde Dreifarben-Glanzstare, die ganze Büsche belagern und umliegende Sümpfe, durch die sich die majestätischen Dickhäuter schieben, schenken uns wieder wunderschöne Motive. Sogar eine vierköpfige Straußenfamilie reckt neugierig ihre Hälse. Schön zu sehen auch die hellbraunen, noch wackligen Baby-Gnus zwischen den grauschwarzen schweren älteren Tieren.
Unsere Highlights aber sind die vielen Babyelefanten, die um ihre Tanten und Mütter spielend umherlaufen und die Nilpferdkinder, wie sie fröhlich die Sümpfe erkunden. Ein Meer von wild durcheinanderschnatternden Flamingos breitet sich vor uns aus wie ein riesiger rosa-weißer Teppich, als es dann wieder zurück geht in unsere Lodge, in der an diesem Valentinstags-Abend alle Frauen eine Rose bekommen und die Betten unter den Moskitonetzen mit wunderschönen Blüten dekoriert sind.
Tag 11: Tsavo West Nationalpark – Rote Erde und besondere Tierbeobachtungen
Weiter geht es über lange holprig-steinige Straßen, teils matschig und unbefestigt, vorbei an etlichen maroden Hütten, über die man kaum sagen kann, ob dort noch jemand wohnt.
Es ist Sonntag, was uns bewusst wird, weil nirgends etwas verkauft wird und Frauen in ihren feinsten Kleidern vor der Sonne mit Schirmen geschützt vorsichtig an den schlammigen Pfützen vorbeimanövrieren auf dem Weg in die Kirche. Irgendwann führt unser Weg von der Straße ab über riesiges Farmland mit domestizierten Kamelen. Das Voyager Ziwani Camp ist Schutzgebiet und befindet sich direkt am weitläufigen Tsavo West National Park. Die rote Erde hat auch das Fell der Tiere rötlich gefärbt und schenkt neue Impressionen. Es ist sehr heiß, so dass wir bei einem kühlen Getränk die künstlich angelegte Oase genießen. Am kleinen See liegen Krokodile faul in der Sonne, Affen springen von Zelt zu Zelt, Elefanten stillen ihren Durst am Ufer und Nilpferde dümpeln im seichten Wasser.
Die Safari nach Sonnenuntergang lässt uns zu Beobachteten werden, als wir aus dem Safariwagen heraus in die vom Licht der Scheinwerfer zum Leuchten gebrachten Augen der Tiere schauen. Das anschließende Dinner ist fantastisch und wir werden Zeugen eines spektakulären Naturschauspiels. Hunderte weißer Punkte, Vögel, die sich in der Abenddämmerung auf den Ästen eines alten Baumes auf der kleinen Insel im See sammeln, um dort ihr Nachlager aufzuschlagen.
Tag 12: Taita Hills Schutzgebiet – Safari-Lodge am Wasserloch
Der nächste Tag bringt uns ins Taita Hills Schutzgebiet, das an den Tsavo West National Park angrenzt. Eine weite abwechslungsreiche Landschaft mit Felsen, weiter Buschlandschaft, Steppe und Gras, deren Höhepunkt für uns tatsächlich die Salt Lick Safari Lodge ist wegen ihrer zentralen Lage mitten im Reservat.
An dem groß angelegten Wasserloch tummeln sich paradiesähnlich unzählige Zebras, Giraffengruppen, Affen, Gnus und im Wechsel riesige Elefantenherden, deren Wanderung wir sowohl von unserem Fenster in einer der auf Stelzen gebauten Unterkünfte schon von weit her beobachten können, als auch vom Restaurant. Der Zug der Tiergruppen zum Wasserloch reißt nicht ab und endet in einem spektakulären Schauspiel an dem beleuchteten Wasserloch mit natürlicher Salzlecke zwei Meter entfernt vor dem Sitzbereich in der Lobby. Ein faszinierendes Schauspiel mit lautem Schnauben, Schreien, Tröten und Fauchen unterschiedlichster Tiere und wieder entzückend die Trinkversuche der kleinsten Elefanten, die noch nicht so recht wissen, wozu ihr Rüsselchen überhaupt taugt. Irgendwann in der Nacht schaue ich noch einmal nach draußen und sehe viele große Schatten am Wasserloch in einer wunderbar sternenklaren Nacht.
Tag 13: Tsavo Ost Nationalpark – Rote Elefanten und Artenschutz hautnah
Zebras vor der aufgehenden Sonne Kenias sind Höhepunkt unserer Frühpirsch. Immer wieder begegnen uns auf der Fahrt zur Sentrim Tsavo East Lodge von der Erde rot gefärbte Zebras, Kuhantilopen und mächtige rote Elefanten, die durch die Savanne ziehen.
Im Nachmittag erfüllt sich der lang gehegte Traum, unser Adoptivkind Mushuru in der Auswilderungsstation des David Sheldrick Wildlife Trust zu besuchen. Bei der Fütterung der jungen Elefanten dabei sein zu können, sie zu berühren, ihre Haut zu fühlen und mehr über sie zu erfahren, ist unbeschreiblich. Dass zumindest einigen Tieren hier ein Leben zurückgegeben wird und wir einen kleinen Teil dazu betragen können, erfüllt uns mit großer Freude und Glück. Inmitten der afrikanischen Wildnis klingt unser Abend am Lagerfeuer in der Sentrim Tsavo East Lodge aus mit Blick auf mehrere Elefantenherden, die Schlange stehen am nahegelegenen Wasserloch.
Die artenreichen Nationalparks und die Herzlichkeit der Menschen in Kenia machen jede Reise zu einem tiefgreifenden Erlebnis. Eine fundierte Hilfestellung für Ihre individuelle Routenplanung sowie Tipps zu den schönsten Camps finden Sie in unserem Guide für eine Kenia Safari.
Tag 14 – Tag 17: Traumstrand in Kenia – Erholung unter Palmen am Indischen Ozean
Am nächsten Morgen brechen wir auf in Richtung Küste. Trotz Vorfreude darauf sind wir auch von Wehmut erfüllt, weil wir die Wildnis mit jedem Kilometer weiter hinter uns lassen müssen. Ein Toco steht am Wegesrand, als wolle er uns verabschieden.
Die Fernstraße A109 zwischen Nairobi und Mombasa ist zu Recht als gefährliche Handelsroute verschrien. Nicht nur Paviane an und auf der Schnellstraße, auch Händler zwischen den Spuren, sobald eine Ortschaft an der Route auftaucht, erfordern höchste Konzentration. Abenteuerliche Überholmanöver lassen meinen Atem immer wieder stocken und wir sind froh, dass Sami ein so guter Fahrer ist.
Am Straßenrand tauchen immer mehr Wellblechhütten auf, in denen Menschen wohnen, Waren verkaufen und dasitzen zwischen dem Staub der Straße, Hühnern, Plastik und vielem anderen undefinierbarem Müll. Je näher Mombasa rückt, desto ärmer und wilder wird das Straßenbild. Als wir Mombasa hinter uns lassen, wird es wieder ländlicher, die Straße schmaler und schlechter. Es wird grüner. Immer mehr Palmen, wohin wir schauen. Um uns herum Tuktuks, Familien nach Körpergröße sortiert auf Motorrädern, um Gleichgewicht balancierende kleinere Transportfahrzeuge.
Irgendwann geht es links ab in Richtung Tiwi Beach, vorbei an den Hütten, vor denen ihre Bewohner sitzen und uns neugierig hinterherschauen. Langsamer geht es durch üppiges Grün den kleinen Weg weiter entlang bis dann endlich die Coconut Beach Lodge vor uns liegt. Der Name passt – Palmen, wohin wir schauen.
Ein Paradies, in dem wir 3 Nächte verbringen dürfen an einem Strand, von dem man nicht schöner träumen kann. Der indische Ozean liegt vor uns und überall Palmen, die wie Perlen aufgezogen im weißen Sand die Küste säumen.
Asante Sana!
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Mit viel Zeit auf Safaris im Jeep Kenias schönste Nationalparks entdecken und in ausgesuchten Unterkünften Landschaft und Tierbeobachtungen genießen
14 Tage Individual ab 2 Personen
Flitterwochen in Kenia: private Safari mit Elefanten vor dem Kilimanjaro, intensive Tierbegegnungen und romantische Auszeit auf der exklusiven Insel Chale
14 Tage Individual ab 2 Personen
Kenia für die ganze Familie: kindgerechte Safaris, spannende Tierbeobachtungen, Begegnungen mit den Massai und entspannte Tage am Indischen Ozean
8 Tage Individual ab 2 Personen
Kenia für Genießer: Achttägige Kenia Rundreise in die berühmtesten Nationalparks des Landes und zu ausgesuchten Unterkünften
15 Tage Gruppe 4-9 Personen
Südafrika auf der Garden Route ab/bis Kapstadt entdecken, bei Weinproben die Seele baumeln lassen und in den Nationalparks die faszinierende Tierwelt erleben
8 Tage Gruppe 2-12 Personen
Den höchsten Berg Afrikas in kleiner Gruppe erklimmen – Wanderung auf den Kilimandscharo - Marangu Route
10 Tage Gruppe 2-12 Personen
In 9 Tagen Besteigung in der Gruppe des Kilimanjaro, des höchsten Bergs Afrikas auf der abenteuerreichen Lemosho Route mit Akklimatisationstag
13 Tage Gruppe 2-6 Personen
13-tägige Uganda-Ruanda Rundreise mit Safari, Schimpansen & Gorilla Trekking in Kleingruppe. Tierwelt, Kultur und Landschaften hautnah erleben.
13 Tage Gruppe 4-9 Personen
Faszinierende Landschaften, abenteuerliche Tierbeobachtungen im berühmten Nationalpark und zwei Städtetrips – unsere umweltfreundliche Rundreise
8 Tage Individual ab 2 Personen
Genuss, Gastfreundschaft, neue kulinarische Erlebnisse und Ideen erfahren Sie auf der 8-tägigen Südafrika Weinreise Iwayini
12 Tage Individual ab 2 Personen
12-tägige Reise zu den drei schönsten Nationalparks in Tansania und erholsamer Strandurlaub an Sansibars Nord-Ostküste
13 Tage Gruppe 4-9 Personen
Zederberge, Namaqualand, Augrabies Wasserfälle und Kgalagadi Nationalpark: Diese Gruppenreise lässt uns Südafrika mit allen Sinnen erkunden und bringt uns zu den unberührtesten und farbenfrohsten Landschaften am Northern Cape
14 Tage Gruppe 4-9 Personen
Die 14-Tage Botswana Gruppenreise Chobe vereint die Highlights Botswanas und vermittelt uns zudem ein kleines Bilder der Nachbarländer.
14 Tage Gruppe 2-7 Personen
Erleben Sie auf dieser unvergesslichen Safari-Abenteuerreise die faszinierende Vielfalt Namibias, von den majestätischen Wüstendünen bis zur reichen Tierwelt des Etosha-Nationalparks.
12 Tage Gruppe 2-7 Personen
Erleben Sie die Magie Namibias in einer unvergesslichen 12-tägigen Reise. Von faszinierenden Stadtrundfahrten über atemberaubende Tierbegegnungen bis hin zu beeindruckenden Naturwundern erwartet Sie ein unvergleichliches Abenteuer.
9 Tage Gruppe 2-6 Personen
Gorilla- und Schimpansen Tracking in Ugandas Regenwäldern sowie Safaris und Bootstouren in Queen Elizabeth und Murchison Falls laden zum Entdecken ein
14 Tage Gruppe 2-12 Personen
Südafrika Rundreise & Safari. Dieser Urlaub in Südafrika zeigt Ihnen die urwüchsige Natur und faszinierende Kultur!
21 Tage Gruppe 2-12 Personen
Etosha, Victoria Falls und Krüger Nationalpark: Diese Gruppenreise zeigt Ihnen die schönsten Nationalparks des südlichen Afrika!
15 Tage Gruppe 2-12 Personen
Die Rundreise Okavango führt Sie durch Botswana und zeigt Ihnen die vielfältige Natur dieses faszinierenden Landes im Herzen Afrikas
14 Tage Gruppe 2-12 Personen
Namibia Sossusvlei Rundreise mit Dünen, Atlantikküste und Safaris im Etosha. Erleben Sie Natur, Tierwelt und Kultur intensiv und authentisch.
19 Tage Gruppe 2-12 Personen
Namibia Etosha Reise mit Safaris im Etosha Nationalpark, Dünen von Sossusvlei und Atlantikküste. Entdecken Sie Natur, Tierwelt und Kultur hautnah.
16 Tage Gruppe 2-12 Personen
Namibia Botswana Rundreise mit Wüste, Etosha, Okavango und Victoriafällen. Erleben Sie Afrikas Natur, Tierwelt und Vielfalt intensiv.
14 Tage Gruppe 2-12 Personen
Entdecken Sie den faszinierenden Süden bei Ihrem Urlaub in Südafrika! Auf der Garden Route, durch Wildparks und Wüste.
20 Tage Gruppe 2-12 Personen
In kleiner Gruppe die Panorama Route erleben. Spektakuläre Ausblicke, Canyons und Naturwunder Südafrikas entspannt und intensiv entdecken.

Reisebericht
Miriam und Stefan Gier 




























