Selous Wildreservat

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Selous Wildreservat

Das Selous Wildreservat, das seit 1982 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, zählt mit seinen 50.000 km² zu den größten Schutzgebieten des Kontinents. Die Entstehungsgeschichte dieser vom Menschen beinahe unangetasteten Wildnis ist jedoch mit einigen gewalttätigen Etappen der tansanischen Geschichte des 19. und frühen 20. Jh. verbunden: Die allmähliche Entvölkerung des Gebiets durch Versklavung und Verschleppung sowie durch das harte Durchgreifen der deutschen Kolonialmacht gegen aufständische Ureinwohner und Hungersnöte sorgte dafür, dass die Natur weitgehend unberührt blieb. Auch der Name des Parks ist auf einen tragischen Zwischenfall zurückzuführen, denn der britische Großwildjäger Frederick Courteney Selous fiel 1917 während eines Gefechts mit einer deutschen Schutztruppe auf dem Gebiet des heutigen, nach ihm benannten Wildreservats.

Heutzutage beheimatet Selous eine Vielzahl im Osten sowie im Süden Afrikas vorkommender Tiere, die nicht nur durch ihre Vielfalt sondern auch durch ihre Anzahl beeindrucken. Der Park ist berühmt für seine riesige Population von Elefanten, Nashörnern und Nilpferden. Auch die Vegetation ist abwechslungsreich und umfasst sowohl Miombowälder als auch Savanne und Sumpfgebiete.

Ein Besuch des Wildreservats bietet sich in der Trockenzeit, insbesondere in den Monaten Juli bis Oktober an, wenn die besten Bedingungen für die Wildbeobachtung herrschen. In den Regenmonaten können einige Wege unpassierbar sein.