Ruaha Nationalpark

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Ruaha Nationalpark

Mit einer Fläche von 20.226 km² ist der Ruaha Nationalpark der größte Nationalpark Ostafrikas. Das Gebiet wurde bereits 1910 von der deutschen Kolonialverwaltung zum Wildreservat ernannt und erlangte 1964 den Status eines Nationalparks. Sein Name geht auf den vom Stamm der Hehe verwendeten Begriff für Fluss, „Ruhava“, und auf die große Bedeutung dieser Wasserquellen für Tier und Mensch zurück. Die Flüsse des Parks – während der Trockenzeit eine der wenigen Frischwasserquellen der Gegend, von denen auch die örtliche Landwirtschaft abhängt – tragen dank zweier Dämme zur Energieversorgung des Landes bei.

Der Ruaha Nationalpark besticht durch seine reiche Tierwelt: 10.000 Elefanten, 475 Vogelarten, Krokodile, Nilpferde, Löwen, Giraffen, Leoporden und viele mehr, ist darüber hinaus jedoch auch landschaftlich äußerst reizvoll. In diesem beinahe unberührten, unerforschten Lebensraum gedeihen sowohl Miombo- als auch Akazienwälder und auch der Große Afrikanische Graben, der durch den Park verläuft, kann bestaunt werden. Die Gegend hat zudem einen historischen Wert: Hier soll sich der berühmte Hehe-Häuptling Mkwawa, der sich Ende des 19. Jh. der deutschen Kolonialmacht widersetzte, vor seinen Verfolgern versteckt haben.

Der Park ist ganzjährig zugänglich. Raubtiere und große Säugetiere lassen sich am besten in der Trockenzeit von Mitte Mai bis Dezember beobachten. Die Regenzeit von Januar bis April, wenn die Landschaft sich von ihrer schönsten, grünsten Seite präsentiert, eignet sich hingegen besonders zur Vogelbeobachtung.