Portobelo Nationalpark

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Portobelo Nationalpark

Bereits im Jahre 1502 entdeckte Christoph Kolumbus auf seiner vierten Reise die kleine Bucht etwa 50 km östlich des Panama-Kanals, nahe der heutigen Stadt Colon. Es entwickelte sich eine der wichtigsten Handelsstädte für Waren, die per Schiff in die neue Welt gebracht werden sollten. Silber, Gold, Perlen, Kakao, Edelhölzer und Indigo wurden hier gelagert und verschifft. Das machte die Stadt für Piraten attraktiv. Es gab zahlreiche Überfälle auf die gut befestigte Stadt, die unter spanischer Flagge geführt wurde. Berühmte Freibeuter waren Henry Morgan, der 1688 die Stadt erfolgreich plünderte, und Sir Francis Drake, der hier verstarb.

Jetzt ist die kleine Stadt Portobelo eine Touristenattraktion auf jeder Panama Reise, da es noch Überreste des ehemaligen Forts samt Kanonen zu bestaunen gibt. 1980 zum UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe ernannt, wurde es 2012 wegen des ungebremsten Verfalls der historischen Stadt auf die Rote Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt. Diese ehemals so lebhafte und umkämpfte Hafenstadt liegt heute im Dornröschenschlaf an einem Küstenabschnitt der 110 km langen tropischen Küste des Portobelo Nationalparks. Die gesamte Fläche des Parks beträgt 360 km². Im Süden grenzt der Portobelo Nationalpark an den Chagres Nationalpark. Der Park beeindruckt Besucher mit Mangrovenwäldern, Lagunen und wunderbaren Stränden, die zum Tauchen, Schnorcheln und Kajakfahren einladen.

Unter Wasser präsentieren sich Korallenriffe mit ihren tropischen Bewohnern, über Wasser kann man Wasservögel beim Beutezug oder Nisten beobachten. Wie etwa den Krabbenbussard – auf seiner Speisenkarte stehen übrigens auch frischgeschlüpfte Meeresschildkröten – oder Fischadler, welche bis zu einem Meter tief tauchen um Beute zu erhaschen. Jährlich kommen an den warmen Sandstränden die vom Aussterben bedrohten Echten Karettschildkröten aus dem Meer, um hier ihre Eier abzulegen und ihrem Schicksal zu überlassen. Wenn Sie zu dieser Zeit durch Panama reisen, sollten Sie sich das Natur-Schauspiel nicht entgehen lassen.

Das Hinterland ist mit dichtem Regenwald bewachsen. Hier tummeln sich Säuger, Vögel, Reptilien und Insekten in großer Zahl. Affen, Papageien, Schlangen und Wildkatzen gehören auch mit zum Repertoire.

Die hübsche Isla Grande mit ihrem karibischen Flair liegt ebenfalls im Nationalpark und bietet eine kleine touristische Infrastruktur mit Unterkünften, Aktiv-Angeboten und Restaurants. Von Panama City dauert die Anfahrt per Bus auf recht gut ausgebauten Straßen ca. 2 Stunden.

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