Lake Nakuru Nationalpark

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Lake Nakuru Nationalpark

Der Lake Nakuru Nationalpark gehört mit seinen 188 km² zwar zu den kleinsten Nationalparks Kenias, doch dank seines Salzsee auch zu den faszinierendsten. Bereits 1961 zum Vogelschutzgebiet und sieben Jahre später zum Nationalpark erklärt, bietet er großen Vogelscharen jedes Jahr eine essenzielle Nahrungsgrundlage. Der Salzgehalt des Lake Nakuru lässt Algen wachsen, von denen sich Große Rosaflamingos, Pelikane, Kormorane und über 450 weitere Vogelarten ernähren. Über eine Millionen Pelikane und etwa ein Drittel der Weltpopulation der Zwergflamingos verbringen jährlich einen Teil ihres Lebens am Lake Nakuru. Ein wahres Vogelparadies entpuppt sich hier am Fuße des Menengai-Vulkans. Durch den Wasseranstieg während der Regenzeit verringert sich der Salzgehalt des Sees und mit ihm das Algenreichtum. Die Vogelmassen schwinden zu der Zeit.

Doch der Lake Nakuru Nationalpark hat noch mehr Vielfalt zu bieten. Die seltene und bedrohte Rothschild-Giraffe sowie die beiden ebenfalls bedrohten Nashornarten haben hier ihren Lebensraum gefunden. Einige weitere teils seltene Tierarten sind im Lake Nakuru Nationalpark anzutreffen wie Colobus-Affen, Antilopen, Löwen, Wasserböcke, Leoparden, Büffel, Zebras, Pythons und diverse Fischarten in den Gewässern. Eine gute Wahrscheinlichkeit Leoparden mit eigenen Augen beobachten zu können, hat man am südöstlichen Rand des Gebiets. Der Lake Nakuru Nationalpark weist außerdem eine wunderschöne und vielseitige Vegetation auf. Ein weiter Akazienwald erstreckt sich im Südwesten des Sees und einer der größten Euphorbienwälder Ostafrikas auf der östlichen Seite. Steile Felsklippen sowie trockene Savannenlandschaften finden sich ebenfalls im Lake Nakuru Nationalpark.

Nakuru ist die Hauptstadt der Provinz Rift Valley und liegt nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt. Sie ist die viertgrößte und eine der ältesten Städte Kenias sowie Hauptverkehrsknotenpunkt und landwirtschaftliches Zentrum des Inlandes.