Nachhaltig Reisen – Fotografieren mit Respekt

Kameras und Handys sind auf Reisen unser ständiger Wegbegleiter. Wir sind immer auf der Suche nach einem perfekten Schnappschuss und dem optimalen Motiv, um diese Momente im Nachhinein öffentlich zu posten, unseren Verwandten und Freunden Zuhause zu präsentieren und uns ein individuelles Fotoalbum zu gestalten. Fotos geben uns die Möglichkeit, an Orte der Reise zurückzukehren, auch wenn wir längst wieder zuhause sind. Durch sie erinnern wir uns an bereits vergessene Erlebnisse und tauchen wieder ein in entfernte Welten, spannende Gerüche und aufregende Geräusche.

Doch das Fotografieren beim Reisen kann auch dafür sorgen, dass wir die Momente nicht richtig in uns aufnehmen und die Reise nur durch unsere Linse wahrnehmen. Erst später, wenn wir wieder zuhause sind und durch die Bilder scrollen, sehen wir wichtige Details und nehmen wahr, wo wir überhaupt gewesen sind und welche besonderen Momente und Stimmungen wir vielleicht verpasst haben. Den Sonnenuntergang über der Massai Mara in Kenia? Das Schnorcheln mit einer großen Wasserschildkröte auf Sansibar in Tansania? Die exotischen Laute bunter Vögel über uns im Regenwald in Costa Rica?

Doch aufgepasst! Wir als nachhaltiger Reiseveranstalter achten bei unseren Reisen auf alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit: den ökologischen, ökonomischen und sozialen. Ein großer Teil der sozialen Nachhaltigkeit beinhaltet, dass wir die Kulturen und Einheimischen vor Ort achten, schützen und respektvoll behandeln. So sollten wir auch auf der Suche nach einem perfekten Fotomotiv niemals die Privatsphäre der Einheimischen stören und ein Foto von ihnen machen, ohne vorher gefragt zu haben. Sie werden merken, dass die Meisten sehr interessiert sein werden, wenn Sie sie fragen und sich daraus oft ein interessantes Gespräch entwickeln wird, welches Sie ansonsten verpasst hätten. Denken Sie immer daran, dass es auch Ihnen unangenehm wäre, wenn andere Sie fotografieren würden, ohne vorher gefragt zu haben.
Das gleiche gilt unserer Meinung nach übrigens auch für Tiere – die uns nur leider nicht antworten können wenn wir sie fragen. Respektieren Sie den natürlichen Abstand von Mensch und Tier auch für ein Foto und bedrängen Sie die wildlebenden Tiere nicht in Ihrem natürlichen Lebensraum – das verursacht bei ihnen eine Menge Stress.

An einigen Orten ist es sogar verboten zu fotografieren – darauf sollten Sie natürlich ganz besonders achten. Denn ansonsten können der Rausschmiss oder das Wegnehmen der Kamera die Folge sein. In einigen Ländern und besonderen religiösen Plätzen können sogar Geldstrafen, Unterlassungsklagen und Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren folgen. So ist das Fotografieren in der sixtinischen Kapelle im Vatikan, im Tal der Könige in Ägypten im Mausoleum im Taj Mahal in Indien zum Beispiel verboten.
Achten Sie bei Ihrem nächsten Urlaub einmal darauf, an wie vielen Orten und religiösen Stätten, wie zum Beispiel in Kirchen, das Fotografieren durch Schilder untersagt ist und wie viele Touristen trotzdem eifrig drauf losknipsen, um das beste Foto zu schießen. Doch gerade Wandbemalungen schadet das Fotografieren mit Blitzlicht zum Beispiel ungemein, wodurch auf Dauer kunstvolle Relikte aus der Vergangenheit zerstört werden.
Achten Sie also bei Ihrer Reise darauf, wo Sie sich gerade befinden und bringen Sie in Erfahrung ob es in Ordnung ist zu fotografieren. Gehen Sie respektvoll mit den Einheimischen und Sehenswürdigkeiten des Landes um und beachten Sie die Regeln des Landes– selbst wenn das bedeuten sollte, dass Sie ein bestimmtes Foto dadurch nicht schießen dürfen.
Doch wir versprechen Ihnen, durch den respektvollen Umgang mit dem Fotografieren werden Sie keine Fotos verlieren, sondern wichtige Momente dazugewinnen. Scheuen Sie sich nicht, Einheimische anzusprechen und nach Erlaubnis zu fragen, Sie werden erstaunt sein, welche interessanten Erfahrungen sich daraus ergeben werden – Erlebnisse, Bekanntmachungen und Momente, die wertvoller sind als jedes verboten aufgenommene Foto.

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