Entdeckungstour durch die Dominikanische Republik

Bei dem Gedanken an die Dominikanische Republik kam mir sofort Sonne, Sand und Meer in den Sinn. Genau das brauchte ich. Ich packte meinen Koffer und entfloh dem nass-kalten Winter in Windeseile! Da es meine erste Reise auf die berühmte Karibikinsel war, wollte ich mich überraschen lassen und vorab gar nicht allzu viel stöbern. Hauptsache mal wieder die Welt erkunden und Vitamin Sea tanken.

Die ersten beide Nächten verbrachte ich in Puerto Plata. Jeden Morgen ging ich an den Strand, um die tollen Sonnenaufgänge ganz für mich alleine genießen zu können. Ganz alleine?

Überraschung Nr. 1: Es gibt tatsächlich wunderschöne, palmengesäumte Sandstrände mit sehr guter Hotelinfrastruktur an dem zumindest morgens kein Mensch zu sehen ist, aber auch tagsüber ist die Anzahl Strandbesucher an der Playa Dorada sehr überschaubar. Hier heißt es Füße in den Sand, Sonnenhut an und ab an die Strandbar, um einen frisch gemixter Cuba Libre unter Kokospalmen zu genießen. Wer nicht den ganzen Tag am Strand oder am Pool liegen möchte, der kann ebenfalls so einiges unternehmen. Strandspaziergang und Wassersport? Und noch vieles mehr abseits vom Strand…

Überraschung Nr. 2: Alleine rund um Puerto Plata gibt es schon so einiges zu sehen und erleben. Natürlich sollte der Besuch einer der Rumfabriken keinesfalls fehlen. Rum gehört zum Leben in der Dominikanischen Republik einfach dazu. Puerto Plata ist ein hübsches, koloniales Städtchen, das so einiges auf kleinstem Raum zu bieten hat. Neben seinem typisch kolonialem Hauptplatz, den kleinen farbenprächtigen Straßen (von knall pink bis schillernd bunt ist alles dabei) und den Shops mit lokalen Spezialitäten, gibt es auch historische Gebäude wie die Festung San Felipe, einst eine der wichtigsten Militärgebäude der Karibik. Mein Favorit war die Seilbahnfahrt auf den Pico Isabel de Torres, dem 800 Meter hohen Hausberg von Puerto Plata. Oben wehte ein ganz schön kaltes Lüftchen, aber die Aussicht auf Puerto Plata, auf das Meer und ins grüne, hügelige Hinterland sind wirklich umwerfend. Außerdem kann man oben das Naturschutzgebiet und den botanischen Garten besuchen. Wer möchte kann auch hoch oder runter wandern. Wanderschuhe sollten dabei auf keinen Fall fehlen.
Ein weitere Hauptattraktion sind die 27 Charcos de Damajagua. Je nach Tour kann man 7 bis 27 wunderschöne Wasserfälle besuchen. Dabei wandert man über ausgeschilderte Wege und über kleine Brücken durch die Natur und kann sich schließlich in den Wasserfällen erfrischen. Dabei kann man die Wasserfälle nicht nur hinunterspringen, sondern auch auf natürlichen Wasserrutschen hinuntersausen. Ein Spaß für die ganze Familie!

Ein Absolutes Muss für alle Inselliebhaber und Schnorchel-Begeisterte ist die kleine Sandinsel Cayo Arena. Vom kleinen urigen Fischerdorf Punta Rucia (ca. 80 km westlich von Puerto Plata) fahren Boote zur paradiesischen Insel, die zu Recht auch Cayo Paraíso genannt wird. Allein die Fahrt dorthin ist traumhaft schön: grüne Hügel, dichte Mangrovenwälder, türkisblaues Wasser und ab und zu eine Sandbank – wundervoll… und schließlich erreicht man die winzige, weiße Sandinsel, welche von kristallklarem Wasser und einem schönen Riff umringt wird. Wer nicht nur den Pudersand unter seinen Füßen und die karibische Sonne genießen will, der sollte unbedingt noch eine Schnorcheltour machen. Bis zum Riff ist das Wasser ganz seicht und schon vom Strand aus kann man Fische beobachten. Richtig interessant wird es dann am Riff, wo intakte Korallen, farbenprächtige Schwämme und haufenweise, bunte Fische zu finden sind.

Pünktlich am Freitag ging es zur Partystadt Cabarete. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen in einer der gemütlichen Strandbars bei karibischen Klängen einen köstlichen Mojito zu schlürfen und später gemütlich über den Strand zum Hotel zurück zu schlendern. Cabarete ist übrigens auch eine Hochburg für Kite- und Windsurfer.

Schließlich ging es weiter zur wunderschönen und glücklicherweise noch wenig touristisch besuchten Halbinsel Samaná – ein wahres Naturparadies.

Überraschung Nr. 3: Viele Ecken der Dominikanischen Republik sind touristisch erst wenig erschlossen und bieten gerade Naturfreunden wunderschöne Erlebnisse.
Die Halbinsel Samaná im Osten der Karibikinsel ist noch recht ursprünglich. Palmenhaine, wunderschöne, einsame Strände, ein paar Kühe und bunte Häuser, aus denen fast ausnahmslos Bachata, Salsa oder Reggaeton zu hören sind, begleiten mich während der gesamten Fahrt über die Halbinsel. Mein absolutes Highlight auf der Halbinsel war der Besuch des Los Haitises Nationalparks und die Sichtung von Buckelwalen.

Überraschung Nr. 4: Während ich mittlerweile festgestellt hatte, dass die Insel auch landschaftlich vielfältig und wunderschön ist, erfuhr ich nun, dass jedes Jahr zwischen Januar und März 2.000 bis 3.000 (!) Buckelwale in die geschützte Bucht kommen, um ihre Jungtiere auf die Welt zu bringen und sich erneut zu paaren. Vom Boot aus konnte ich zwei Buckelwale beobachten. Natürlich gelten hier strenge Regeln zum Schutz der Meeresgiganten. Wer mehr über die Tiere erfahren möchte, kann dies auch im Walmuseum tun. Selbst außerhalb der Walsaison ist der Nationalpark eine Reise wert. Es gibt haufenweise Vogelinseln, auf denen Pelikane, Fregattvögel, Haiti-Bussarde und Hispaniola-Smaragdkolibri leben und nisten, ausgedehnte Mangrovenwälder, interessante Koralleninseln und spektakuläre Höhlen mit Felsenmalereien der Ureinwohner. Auch während dieser Bootstour mangelt es keinesfalls an Cuba Libre oder Santo Libre (Rum mit Limo).
Zum Abschluss der Tour ging es noch auf die paradiesische Insel Cayo Levantado. Die Insel wurde durch die Drehaufnahmen zum weltberühmten Bacardi-Song berühmt. Sie ist mit ihren weißen Sandstränden, den vielen Kokospalmen und dem fast surrealen, türkisblauen Wasser traumhaft schön. Die Menschenmassen haben mich nach der Idylle des Nationalparks allerdings regelrecht erschlagen. Ich kann jedem nur raten, so spät wie möglich am Nachmittag die Insel zu besuchen und somit zumindest ein wenig die Insel in Ruhe erkunden zu können.

Überraschung Nr. 5: Wer wundervolle, kleine Eco Lodges oder ausgefallen Boutique Hotelideen sucht, wird hier auf der Halbinsel ebenfalls fündig. Es gibt ein tolles Baumhaus-Hotel, mit viel Liebe zum Detail eröffnete Eco Lodges und wunderschöne Viktorianische Boutique-Hotels. Wer eine Oase der Ruhe sucht wird hier ganz sicher fündig.

Über das chaotische Santo Domingo ging es schließlich in die frühlingshafte Berglandschaft nach Jarabacoa. Jarabacoa heißt in der Sprache der Ureinwohner so viel wie „Land des Wassers“. Das trifft aufgrund der zahlreichen Wasserfälle, Flüsse und Bäche mitten in der üppigen Natur auch gut zu. Die Region ist mit ihren sehr angenehmen Temperaturen und der unberührten, wilden Natur ideal für alle Naturfreunde und Aktivreisende. Hierhin kommen auch viele Einheimische ihren Urlaub verbringen. Ich selber konnte mir leider aufgrund der mangelnden Zeit nur ein kleines Bild dieser Region machen. Dennoch kann ich selbst nach kurzer Zeit sicher behaupten, dass Ökotourismus und Aktivreisen hier großgeschrieben werden. Reisende, die gerne in der Natur unterwegs sind, werden sich hier sicherlich rundum wohl fühlen. Wer eine besondere Herausforderung sucht, ist bei der Besteigung des 3.098 m hohen Pico Duarte bestens aufgehoben. Hierhin kommen übrigens auch haufenweise Einheimische.

Überraschung Nr. 6: Der höchste Berg der Karibik liegt in der Dominikanischen Republik und es kann dementsprechend hier richtig kalt werden und sogar mal Schnee fallen. Die kürzeste Route dauert 2-3 Tage. Ich hab’s mir für die nächste Reise notiert 🙂

Nachhaltigkeit auf meinen Reisen ist mir natürlich sehr wichtig und so habe ich auch auf dieser Rundreise stets ein waches Auge gehabt und mich informiert. Neben tollen, nachhaltig geführten Öko-Lodges und schönen Umwelt-Projekten (mittlerweile sogar staatlich unterstützt) steht mittlerweile auch ca. 25% der Landesfläche unter Naturschutz. Bis 2030 soll nicht nur der Treibhausgasausstoß um 25% reduziert werden, unter anderem sollen auch Lebensmittelabfälle (aus der Hotellerie) um die Hälfte reduziert werden, Einwegverpackungen sollen in der Hotellerie verboten werden und es soll ein neues Nachhaltigkeitszertifikat entwickelt werden, um den nachhaltigen Tourismus in der Dominikanischen Republik zu fördern.

Ein Manko hat das Land allerdings: die Tierwelt ist für tropische Verhältnisse nicht besonders spannend. Tierliebhaber sollten daher bei einer Reise in die Dominikanische Republik keine großen Ansprüche hegen.

Abschließend kann ich sagen, dass mich die Dominikanische Republik mehrfach positiv überrascht hat. Die Menschen sind herzlich und aufgeschlossen und es gibt auch eine ganze Reihe an tollen, kleinen Hotels. Ideal für alle Reisende, die Traumstrände, Natur und Abenteuer verbinden möchten.

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