Die Great Migration

Die Great Migration, die große Gnu- und Zebrawanderung von der Serengeti in in die kenianische Massai Mara ist in vollem Gange. Die Wanderung der Gnus ist ein ewiger Zyklus und eins der größten Tierspektakel der Welt. Schätzungsweise 1,3 Millionen Gnus starten im Februar im Süden der Serengeti. Dort bringen sie ihre Kälber zur Welt und wandern anschließend langsam in Richtung Südkenia in die Massai Mara. Am Ende des Jahres machen sie sich von dort wieder auf den Weg zurück in die Serengeti.
Ein sehr beeindruckender Moment bei der Great Migration ist die Flussüberquerung des Mara Rivers, welcher die natürliche Grenze zwischen der Serengeti und der Massai Mara bildet. Zu Tausenden überqueren die Gnu- und Zebraherden hier gleichzeitig den Fluss. In dem Fluss warten schon etliche Krokodile auf ihr Fressen. Auch andere Raubtiere halten sich in der Nähe der großen Herden auf. Löwen, Geparden und Hyänen wissen genau, wann und wo ihre Beute auftauchen wird.

Gnus und Zebras sind fast ausschließlich Grasfresser, wenn ein Weideplatz abgefressen ist, ziehen sie weiter zu dem nächsten. Diese, durch einen Instinkt getriebene circa 600 Kilometer lange Wanderung zwischen Tansania und Kenia nehmen die Tiere jedes Jahr aufs Neue auf sich. Die Wanderung ist für die meisten Bewohner der Serengeti und der Massai Mara überlebenswichtig. Die Gnus und Zebras brauchen frisches Gras und die Raubtiere müssen auch auf ihre Kosten kommen. Wenn die Migration ausbleiben würde und die Gnuherden nicht die Gebiete der Raubtiere durchqueren würden, würden diese verhungern. Um das Ökosystem der beiden Nationalparks aufrecht zu erhalten ist es wichtig, dass die Herden weiter ihren Instinkten folgen können und auf die alljährige Wanderung gehen, ohne beispielsweise von Straßenbauten oder von anderen Beeinträchtigungen von ihrer Wanderung abgehalten werden.

Die Wanderung der Tiere findet jedes Jahr circa zu den gleichen Zeiten statt, je nach Start und Ende der Regenzeit kann dies etwas früher oder später ausfallen. Ende November bis Dezember finden sich die Gnu- und Zebraherden in dem südlichen Teil der Serengeti ein. Hier bleiben sie von Januar bis März, in der Zeit werden die meisten Kälber geboren. Ab April starten die Herden ihre Migration in Richtung Norden von Tansania. Im Juni sind die Herden dann meist auf der südlichen Seite des Grumeti River angekommen, den sie nach und nach überqueren. Zwischen August und September erreichen die Herden die Grenze zwischen der Serengeti und der Massai Mara. Die Überquerung des Mara Rivers ist einer der spektakulärsten und für die Tiere einer der gefährlichsten Teile der Wanderung. Im Oktober machen sich die Tiere erneut auf den Weg, zurück in den südlichen Teil der Serengeti, den sie circa im November erreichen. Von dort beginnt der Kreislauf erneut.

 

 

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