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Día De Los Muertos in Mexiko
Ein Fest des Lebens und der Erinnerung
Der „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) ist eines der faszinierendsten und bedeutendsten Feste Mexikos. Schon eine Woche vor dem eigentlichen Festtag beginnen die Feierlichkeiten z.B. mit dem „La-Catrina-Umzug“ in Mexiko-Stadt. Ab November ist dann der 1. Tag des Monats, der „Día de los Angelitos“, den verstorbenen Kindern gewidmet, während am 2. November, dem eigentlichen „Día de los Muertos“, die verstorbenen Erwachsenen geehrt werden. In diesen Tagen kehren – so der Glaube – die Seelen zurück, um mit ihren Familien zu feiern und wieder beisammen zu sein. Das besondere Fest wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt und zeigt, dass Liebe und Erinnerung den Tod überdauern können – und dass man das Leben am besten ehrt, indem man es zelebriert.
Wurzeln in der vorspanischen Zeit
Lange vor der Ankunft der Spanier feierten die indigenen Völker Mexikos Feste zu Ehren ihrer Toten. Dazu gehörten unter anderem die Mexica (Azteken), Maya, Purepecha, Zapoteken und Mixteken. Diese Kulturen glaubten, dass der Tod kein Ende, sondern ein Übergang ist. Der Mensch besaß eine Lebensenergie, die je nach Kultur als „Tonalli“ oder „Yolotl“ bezeichnet wurde und nach dem Tod weiterexistierte. Leben und Tod galten als zwei Seiten eines natürlichen Kreislaufs.
Die damaligen Feste fanden meist im Sommer (etwa im neunten Monat des aztekischen Jahres) statt und waren der Göttin Mictecacihuatl („Herrin des Todes“) und ihrem Gemahl Mictlantecuhtli („Herr des Todes“) gewidmet. Dabei wurden Altäre mit Blumen, Speisen, Getränken und Opfergaben geschmückt, um die Toten zu ehren.
Schon damals spielten viele der heute bekannten Symbole eine Rolle:
- Blumen – vor allem die leuchtend orangefarbene Cempasúchil-Blume
- Pan de muerto – das „Brot der Toten“
- Calaveras – kunstvolle Totenschädel aus Zucker oder Ton, standen für die Vergänglichkeit des Lebens
- La Catrina – die elegante Skelettdame, erinnert daran, dass im Tod alle Menschen gleich sind
Verschmelzung mit der katholischen Religion
Mit der spanischen Kolonialisierung ab 1521 begann die Christianisierung der indigenen Bevölkerung. Die Missionare erkannten, dass sie die tief verwurzelten Feste nicht abschaffen konnten. Stattdessen legten sie sie bewusst auf den Zeitraum der katholischen Feiertage Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November).
So entstand eine Verschmelzung zweier Welten: Die indigenen Bräuche verbanden sich mit katholischen Symbolen.
Heute sind auf vielen Altären Kreuze, Bilder von Jesus, Heiligenfiguren und Kerzen zu finden. Gebete, der Glaube an Gott, das ewige Leben und die göttliche Behütung von Lebenden und Toten sind fest in die Feier integriert. Viele Mexikaner sind gläubige Katholiken, doch ihre Spiritualität bleibt von der alten Weltsicht geprägt. Das Ergebnis ist ein tiefer, synkretischer Glaube, der Himmel und Erde, Leben und Tod miteinander vereint.
Ein nationales Fest voller Leben
Heute hat der Día de los Muertos große nationale Bedeutung. In fast allen Städten, Dörfern und Gemeinden Mexikos werden „Ofrendas“ (Altäre) aufgebaut.
Schulen, Museen, Firmen und selbst Regierungsgebäude beteiligen sich.
Es ist kein stilles Trauerfest, sondern ein Fest des Lebens. Man feiert mit Musik, Blumen, Kerzen, Essen und bunten Farben. Die Toten werden willkommen geheißen, man erinnert sich an sie mit Freude und Liebe. Der Tod wird nicht gefürchtet, sondern als Teil des Seins akzeptiert – ein weiterer Abschnitt der Reise.
So unterschiedlich wie das Land selbst
Der Día de los Muertos wird im ganzen Land gefeiert, doch jede Region hat ihre eigene Form und Atmosphäre.
• In Mexico City finden große Paraden, Kunstaktionen und aufwendige Inszenierungen statt. Die „Mega Procesión de las Catrinas“ zieht Tausende Menschen an. Der Tag steht hier für Kunst, Identität und kollektive Erinnerung, weniger für rein religiöse Rituale.
• In Pátzcuaro (Michoacán) und auf der Insel Janitzio brennen in der Nacht Tausende Kerzen auf den Gräbern. Familien wachen bis zum Morgengrauen, begleitet von Musik, Essen und Gebeten.
• In Oaxaca wird mit Straßenumzügen, kunstvollen Altären und Tänzen gefeiert.
• In Pomuch (Campeche) reinigen Angehörige jedes Jahr die Knochen ihrer Verstorbenen – eine alte Maya-Tradition, die den Respekt und die Nähe zu den Ahnen ausdrückt.
In abgelegenen, ländlichen Dörfern wird der Día de los Muertos dagegen meist still, familiär und tief spirituell begangen. Die Altäre stehen in den Häusern, es werden Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Nacht am Grab verbracht – ganz ohne Inszenierung, nur im Kreis der Familie.
Unterschied zu Halloween
Obwohl der Día de los Muertos zeitlich mit Halloween zusammenfällt, haben beide Feste völlig verschiedene Wurzeln und Bedeutungen. Halloween stammt aus keltischen Bräuchen und wurde später zu einem kommerziellen Fest voller Grusel, Kostüme und Spaß.
Der Día de los Muertos dagegen ist ein spirituelles und kulturelles Fest, das Liebe, Erinnerung und Dankbarkeit ausdrückt. Er feiert das Leben, nicht den Schrecken des Todes.
Weltweite Bedeutung
Inzwischen ist der Día de los Muertos auch außerhalb Mexikos bekannt. In den USA und zunehmend auch in Europa werden typische Symbole wie Catrinas und Calaveras aufgegriffen. Doch nirgendwo lässt sich dieses Fest so authentisch, emotional und lebendig erleben wie in Mexiko selbst.
Besucher sind willkommen, sollten jedoch immer mit Respekt und Wertschätzung gegenüber der Kultur, den Menschen und ihren Bräuchen teilnehmen.
Ob still in einem kleinen Dorf oder feierlich in einer Großstadt – der Día de los Muertos bleibt ein einzigartiges Erlebnis, das zeigt, wie eng in Mexiko Leben und Tod miteinander verbunden sind.
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Aline Dobbelstein 







