Besuch des Nyamirambo Women’s Centers

Besuch des Nyamirambo Women’s Centers

Auch 24 Jahre nach dem Völkermord muss Ruanda sich immer noch mit Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsorientierung auseinandersetzen. Einen Fortschritt erzielten bereits die Bewohner des Stadtteils Nyamirambo in der Hauptstadt Kigali, da sie sich weg von Drogenhandel und Prostitution bewegten und hin zu Zusammenhalt und Fortschritt orientierten. Jetzt finden wir hier Boutiquen, Friseursalons, Schneiderstuben und die traditionellen Milchbars, wo uns aus Stahlbehältern frische Buttermilch serviert wird. Ansonsten locken kleine Stände mit Früchten, Maiskolben oder typischen kleinen Pfannkuchen.  Mitten im Getümmel der lebendigen Straße befindet sich das Nyamirambo Women’s Center. Während einer Inforeise in Ruanda interviewten wir einer der Gründerinnen des Projekts, Marie Aimée Umugeni.

Die Gründerin erklärt uns, dass während des Völkermordes in Ruanda zuerst die Männer getötet oder ins Gefängnis gebracht wurden und die Frauen häufig überlebten. Nun mussten die Frauen sich alleine um ihre Familie kümmern und das Land wieder aufbauen. In Folge dessen taten sie sich zusammen.

Das Nyamirambo Frauenprojekt wurde 2007 von 18 Frauen aus dem Viertel Nyamirambo mit unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichem Bildungsstand gestartet. Sie wollten Ihr Leben verbessern und begannen damit, 2 Frauen aus ihrer Gruppe Lesen und Schreiben beizubringen. Seit 2008 wurde das Projekt von 2 Frauen aus Slowenien unterstützt. Es folgten Alphabetisierungskurse für Frauen und dann die ersten Nähkurse mit 4 gespendeten Nähmaschinen. Um den Frauen ein Einkommen zu ermöglichen, werden seit 2013 verschiedenen Produkte wie Kinderkleidung, Taschen etc. hergestellt und verkauft. Außerdem starteten die Frauen mit Unterstützung durch eine Schweizerin, die als Freiwillige mithalf, die Ausbildung junger Leute als Tourguides für Touren zu Fuß durch das Viertel, später kam ein Lunch bei einer der Frauen zu Hause hinzu. Inzwischen werden auch Kochkurse und eine Einführung ins Korbflechten angeboten.

Inzwischen in die Kooperative finanziell unabhängig. 55 Frauen sind dauerhaft beschäftigt und sozialversichert. Jeweils ca. 35 Frauen nehmen an den jährlich stattfindenden Alphabetisierungskursen teil, ca. 30 Frauen an den anschließenden einjährigen Nähkursen. Inzwischen werden auch Frauen außerhalb von Kigali in Ruanda ausgebildet.

 

 

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