Berggorillas – Wie Tourismus hilft

Berggorillas – Wie Tourismus hilft

Sie sind wunderschön, friedlich, interessant und trotzdem vom Aussterben bedroht.
Berggorillas oder “Gorilla beringei beringei” kommen nur in zwei Gebieten im östlichen Afrika vor. In den Schutzgebieten im Kongo, in Ruanda und Uganda rund um die Virunga-Vulkane und im Bwindi Wald in Uganda. Insgesamt gibt es dort um die 1000 Individuen. Wieder. Denn der Bestand war schon einmal drastisch geringer und konnte nur durch strenge Regelungen erneut vergrößert werden.

Berggorillas sind bis zu 1,75m groß und die Männchen können bis zu 200kg Körpergewicht bekommen, etwa doppelt so viel wie die Weibchen. Außerdem haben sie ein schwarzes, glänzendes Fell. Sie leben in kleinen Gruppen, die sich meist aus einem Anführer, mehreren Weibchen und deren Nachkommen zusammensetzen. Es gibt einige wenige Ausnahmen, bei denen der Anführer auch andere Männchen duldet, solange sie sich ihm unterwerfen.
Den Anführer der Gruppe kann man an seinem silber-gefärbten Haar am Rücken erkennen, weshalb er auch Silberrücken genannt wird. Der Nachwuchs verlässt normalerweise die Geburtsgruppe, wenn er das Erwachsenenalter erreicht hat (mit ca. 10 Jahren) und schließt sich einer anderen Gruppe an.
Untereinander vermeiden die verschiedenen Gruppen es aufeinander zu treffen.

Die Bedrohung für Berggorillas besteht natürlich in erster Linie aus uns Menschen. Durch Zerstörung ihres Lebensraums, also z.B. Abholzung oder Rodung, durch Kriege und natürlich durch die Jagd auf sie, gefährden wir Menschen diese Art. Aber auch durch Verletzungen, die sich die Gorillas in unseren Fallen zuziehen, die meistens nicht einmal für sie gedacht sind, durch Krankheiten oder einfach zu viel Stress wegen der Anwesenheit von zu vielen Menschen, bedrohen wir das Überleben dieser besonderen Individuen.

Um dafür zu sorgen, dass diese wunderschönen Geschöpfe in großer Zahl weiterleben können, gibt es strenge Regulierungen für das Besuchen eines der Schutzgebiete. Es dürfen pro Tag nur 8 Personen zusammen mit Rangern die Gorillafamilie besuchen. Außerdem dürfen sie sich maximal 1h bei den Gorillas aufhalten. Diese Beschränkungen machen das Erlebnis Gorilla Trekking natürlich zu Mangelware auf dem Tourismusmarkt. Aber anders als viele denken, trägt der Tourismus hier sehr stark dazu bei, den Lebensraum und die Gorillas zu schützen. Durch sehr hohe Preise allein für die Erlaubnis das Schutzgebiet betreten zu dürfen, nimmt jeder der Parks sehr viel Geld ein (Ruanda  1500$, Uganda 600$). Davon geht ein hoher Prozentsatz an ein soziales Projekt, wie Schulen, Wasserversorgung, etc. Der Rest wird dazu benutzt, den Park zu schützen, die Gorillas zu zählen, zu studieren, zu überwachen und bei Bedarf medizinisch zu versorgen.

Die Gorilla-Trekkings in Ruanda und Uganda starten immer am Verwaltungsgebäude des Parks. Sie wandern dann mit der Gruppe immer höher Richtung Lebensraum der Gorillas, auf zwischen 2200 und 4000m Höhe. Da es keine richtigen Wege gibt, ist der Marsch sehr beschwerlich und nur zu Fuß begehbar. Aber der Aufstieg wird sich mehr als lohnen und auch auf dem Weg dorthin werden Sie schon viele verschiedene Tiere sehen, wie z.B. Goldmeerkatzen.
Sobald man eine der Berggorilla-Familien entdeckt hat, hat man eine Stunde Zeit sich die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum anzusehen. Nachdem der  Silberrücken die Lage gecheckt hat, beobachtet er alles von einer normalerweise etwas erhöhten Position. Dann kann man auf Zeichen des Rangers beginnen, sich genauer umzusehen und Fotos zu schießen.
Wenn man Glück hat, wird man sogar von einem der Gorillas berührt oder beschnuppert. Vor allem Jungtiere haben Spaß daran, mit den Touristen zu spielen. Es ist definitiv ein einzigartiges Erlebnis und wird Ihnen für immer im Gedächtnis bleiben.
Und denken Sie daran: Durch Ihre Tour helfen Sie den Gorillas, damit sie in Ihrem natürlichen Lebensraum weiterleben können.

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