Batwa Trail

Der Südenwesten Ugandas ist berühmt für seine dichten Regenwälder und die bedrohten Berggorillas. Dass hier einer der ältesten Jäger- und Sammlerstämme Afrikas lebt ist nur wenigen bekannt. Bis Anfang der 90er Jahre lebten die zu den Pygmäen zählende Batwa Volksgruppe friedlich in den dichten, tropischen Wäldern der Virunga Berge im Einklang mit der Natur. Zum Schutz der dort lebenden Gorillas wurden 1991 der Mgahinga Nationalpark und der Bwindi Nationalpark von der ugandischen Regierung ins Leben gerufen und in Folge dessen die nomadischen Batwa aus dem „heiligen Wald“ vertrieben. Die Batwa Familien wurden in Dörfer am Rand des Waldes aufgeteilt, wo Sie heute noch als zusammenhängende Gemeinde mit uralten Traditionen leben. 

Mit mangelndem Zugang zur Schulbildung und Gesundheitsversorgung, ohne eigenes Land und ohne Vorkenntnisse, wie man sich außerhalb des Waldes selber versorgt, wurden die Batwa sich selbst in Armut überlassen. Der Verlust ihrer Heimat, ihrer spirituellen Orte und dem Zugang zu lokalen Heilpflanzen zerstört dieses naturgebundene Volk fast gänzlich.  

Um die stark benachteiligten Batwa zu unterstützen, eigenes Einkommen zu regenerieren und gleichzeitig die schwindende, traditionsreiche Kultur der Batwa zu erhalten wurde 2011 im Süden von Uganda der Batwa Trail ins Leben gerufen. Der Batwa Trail ist ein Gemeinde basiertes Projekt, dass Reisenden die Kultur und das Leben im Einklang mit der Natur näherbringt. Die traditions- und kulturreichen Batwa kennen den Wald besser als alle anderen und machen diese Naturwanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Reisende lernen mit ihrem Batwa Naturführer nicht nur viel Interessantes über Tier- und Pflanzenarten, sondern auch über Heilpflanzen, Jagd- und Honigsammeltechniken, über Feuermachen und  wie beispielsweise aus Bambus die typischen, lokalen Tassen oder ganze Kunstwerke erstellt werden. Natürlich unterhalten die „Wächter des Waldes“ ihre Gäste auch gerne mit traditioneller Musik und Tanz. Das Erlebnis des Batwa Trails kombiniert Natur und Kultur auf wunderbare Weise und sorgt zudem dafür, dass die Batwa als Touristenführer wieder in den Wald ihrer Ahnen – wenn auch nur für kurze Zeit – dürfen.

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