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Abenteuer Ol Doinyo Lengai: Besteigung des heiligen Vulkans am Lake Natron
Nachdem ich in einer Reportage von der Besteigung des Vulkans Ol Doinyo Lengai im Norden Tansanias gelesen hatte, ließ mich der Gedanke, diesen heiligen Berg der Massai einmal im Leben zu erklimmen, nicht mehr los. Doch aufgrund der entlegenen Lage schien es zunächst nur ein ferner Traum zu bleiben. Im Frühjahr 2022 ergab sich dann jedoch die Gelegenheit, auf einer Erkundungsreise die Serengeti und den Lake Natron zu besuchen – und damit auch den Aufstieg zum „Berg Gottes“ in Angriff zu nehmen.
Die Reise durch Tansanias wilde Landschaften
Unsere Reise führte uns durch die bekannten Highlights Tansanias wie den Lake Manyara und die Serengeti, aber auch zu unbekannteren Regionen wie den Mkomazi Nationalpark und die endlosen, unberührten Strände der Küste. Doch das große Abenteuer begann erst, als wir die gewohnten Safaripfade verließen und uns auf die staubige, oft mondähnliche Landschaft rund um den Lake Natron zubewegten. Die grüne Üppigkeit des Ngorongoro-Hochlandes wich schnell einer kargen Ebene, durchzogen von einzelnen Massai-Dörfern und ausgetrockneten Flussläufen. Schließlich tauchte am Horizont die markante Kegelform des Ol Doinyo Lengai auf, der auf uns herabblickte und die Herausforderung der bevorstehenden Besteigung fast schon andeutete.
Entspannte Momente am Lake Natron und Vorbereitungen für die Besteigung
Am Nachmittag unseres Ankunftstages hatten wir die Gelegenheit, im Lake Natron Tented Camp zu entspannen und die atemberaubende Landschaft zu genießen. Der Blick auf den glitzernden Salzsee und den imposanten Vulkan ließ die Vorfreude steigen. Die Tour selbst sollte in den kühlen Nachtstunden beginnen, da die sengende Hitze der Region tagsüber jede Wanderung nahezu unmöglich macht. Gegen Mitternacht, nach einer kurzen Ruhepause und dem Kennenlernen unserer Massai-Guides, klingelte der Wecker. Im Dunkeln stiegen wir ins Fahrzeug, begleitet nur vom Licht der Taschenlampen und den Anweisungen unserer Guides, die uns sicher über staubige Ebenen und durch ausgewaschene Flussläufe zum Fuß des Berges leiteten.
Der mühsame Aufstieg in die Dunkelheit
Im Schein der Stirnlampen starteten wir den Aufstieg. Zunächst ging es sanft bergauf, durch dorniges Gestrüpp und über erkaltete Lavaströme, während die Hitze des Tages langsam einer angenehmen Kühle wich. Bald wurde der Pfad jedoch steiler, und die weiche Vulkanasche unter unseren Füßen machte den Aufstieg mühsamer. In einem geschützten Bereich des Berges gönnte uns unser Guide eine Pause, bevor wir im perfekten Tempo weiterzogen, um pünktlich zum Sonnenaufgang den Gipfel zu erreichen. Die letzte Etappe des Aufstiegs war eine rutschige Angelegenheit, die uns auf allen Vieren durch Vulkanasche und entlang schwefeliger Luft zum Krater führte.
Einzigartige Eindrücke am Krater des Ol Doinyo Lengai
Mit dem ersten Licht des Tages eröffnete sich ein atemberaubendes Bild: Der Gipfel des Ol Doinyo Lengai, von einem kreisrunden Krater gezeichnet, aus dem die heiße Lava in einem langsamen, pulsierenden Strom aufstieg, während die aufgehende Sonne die Savanne unter uns in ein sanftes Licht tauchte. Ein tiefer Schwefelgeruch lag in der Luft, und das Grollen des Vulkans erinnerte uns an die Kräfte unter unseren Füßen. In einem unvergesslichen Moment erlebten wir die Kraft und Schönheit der Natur aus nächster Nähe.
Der beschwerliche Abstieg und die Rückkehr ins Camp
Der Abstieg offenbarte schließlich das volle Panorama der Umgebung. Zu unseren Füßen erstreckte sich der pink schimmernde Lake Natron, eingerahmt von der imposanten Steilwand des Rift Valley. Doch der Weg zurück ins Tal verlangte noch einmal höchste Konzentration. Die lose Vulkanasche und die Hitze des beginnenden Tages machten den Abstieg ebenso anspruchsvoll wie den Aufstieg. Und während die Erschöpfung allmählich spürbar wurde, führte uns unser letzter Blick zum winzigen Punkt unseres Fahrzeugs in der Ferne – ein Ziel, das wir schließlich nach vielen Stunden erreichten.
Zurück im Camp warteten eine erfrischende Dusche und ein verdientes Mittagessen. Die Tour auf den Ol Doinyo Lengai stellte sich als eine der größten Herausforderungen meines Lebens heraus – körperlich wie mental. In dieser kargen und doch so majestätischen Landschaft des Lake Natron spürte ich die Kraft und den Respekt, den dieser „Berg Gottes“ den Menschen seit Generationen einflößt.
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Häufig gestellte Fragen zum Ol Doinyo Lengai
Was ist der Ol Doinyo Lengai?
Der Ol Doinyo Lengai ist ein aktiver Vulkan im Norden Tansanias, der von den Maasai als „Berg Gottes“ verehrt wird. Er ist der einzige Vulkan der Welt, der natrocarbonatite Lava ausstößt, eine sehr flüssige und vergleichsweise „kühle“ Lavaart.
Wo liegt der Ol Doinyo Lengai?
Der Ol Doinyo Lengai befindet sich südlich des Lake Natron im Großen Ostafrikanischen Graben (Great Rift Valley) und ist Teil der Landschaft zwischen Maasai-Siedlungen, Salzseen und vulkanischen Ebenen.
Wie hoch ist der Vulkan?
Der Gipfel des Ol Doinyo Lengai liegt bei etwa 2.962 Metern über dem Meeresspiegel.
Wie schwierig ist die Besteigung des Ol Doinyo Lengai?
Die Besteigung gilt als anspruchsvoll und körperlich herausfordernd. Der Pfad ist steil, teils mit loser Vulkanasche und unebenem Untergrund. Eine gute Grundfitness und Trittsicherheit sind wichtig.
Wie lange dauert die Tour auf den Ol Doinyo Lengai?
Ein gängiges Programm umfasst eine Nacht- und Frühaufstiegs-Besteigung (meist 10–12 Stunden für Hin- und Rückweg), damit man den Sonnenaufgang vom Gipfel erleben kann.
Warum beginnt der Aufstieg oft mitten in der Nacht?
Da die Hitze der Region tagsüber sehr intensiv sein kann, startet die Wanderung auf den Ol Doinyo Lengai meist gegen Mitternacht, um kühleres Wetter zu nutzen und rechtzeitig zum Sonnenaufgang den Gipfel zu erreichen.
Braucht man einen Guide für die Ol Doinyo Lengai Wanderung?
Ja, auf jeden Fall. Aufgrund der Lage und der lokalen Regularien ist ein lokaler Guide verpflichtend und gleichzeitig eine große Bereicherung, da er über die Route und Sicherheits- sowie kulturelle Aspekte informiert.
Welche Aussichten und Erlebnisse erwarten mich am Gipfel?
Vom Kraterrand eröffnen sich spektakuläre Blicke auf den Lake Natron, die Rift-Valley-Landschaft und bei klarer Sicht sogar bis zu Kilimandscharo und Mt. Meru, vor allem zum Sonnenaufgang.
Der Blick in den aktiven Krater ist beeindruckend. Vor dem Sonnenaufgang leuchtet die flüssige Lava noch rot, bei Tageslicht ergießt sie sich grau in den Kessel.
Wann ist die beste Zeit für eine Besteigung des Ol Doinyo Lengai?
Die Trockenzeit, insbesondere von Juni bis Oktober, gilt als ideal, da Wetter und Wege stabiler sind. Kurzfristige Wetter- und Saisoninfos sind vorab zu prüfen.
Welche Ausrüstung sollte man mitbringen?
Neben wetterfester und funktionaler Wanderkleidung gehören gute Wanderschuhe, Stirnlampe, ausreichend Wasser, Snacks, Sonnenschutz sowie eventuell Trekkingstöcke zu den wichtigen Basics.
Darüber hinaus empfehlen wir Handschuhe, um sich vor Verletzungen beim Abstützen auf Lavabrocken zu schützen und im Gipfelbereich einen Tuch oder Atemschutz, da der Schwefelgeruch unangenehm sein kann.
Ist der Ol Doinyo Lengai gefährlich?
Wie bei jeder anspruchsvollen Bergbesteigung bestehen Risiken durch Gelände, Wetter und körperliche Belastung. Mit guter Vorbereitung, erfahrenem Guide und respektvollem Vorgehen lässt sich das Risiko aber reduzieren.

Reisebericht
Johannes Koslowski 










