Tansania Safari und Baden Swala Tomi August 2017

Tansania Safari und Baden Swala Tomi August 2017

Friedrich Hebbel (1813-1863) sagte einmal: „Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens“. Wir haben einen sehr großen Schluck davon bekommen.
Es sollte unsere erste Safari werden und glücklicherweise sind wir bei der Vorbereitung auf Accept-Reisen gestoßen. Jedenfalls, um das wichtigste vorwegzunehmen, es hat alles organisatorisch wundervoll geklappt. Selbst die Bordkarten für die Rückreise wurden vorab vom lokalen Partner besorgt und am Flughafen an uns übergeben – Fensterplätze auf der richtigen Seite im Flieger, für die gute Sicht auf den Klili, na ja vielleicht war das Zufall, aber vielleicht auch nicht, jedenfalls rundete das den gesamten Verlauf der Reise gelungen ab.
Swala Tomi heißt die Thomson-Gazelle auf Swaheli .
Schön, dass ich mir den Reisetermin frei aussuchen konnte, allein die Möglichkeiten der Flugverbindung setzten mir Grenzen. So war es mir möglich, genau zu meinem Geburtstag in der Serengeti zu sein.
Die Reise sollte uns durch 4 Nationalparks führen (Lake Manyara, Serengeti, Ngorongoro, Tarangire). Die Besuche einer Bio-Kaffee-Kooperative, eines Waisenhauses und auf Sansibar dann einer Gewürzplantage, sowie die Stadtbesichtigung von Stone-Town, zusammen mit den ausgiebigen Informationen, die man von den z.T. deutschsprachigen Guides bekam, gaben der Reise den Touch einer Studienreise, zumindest in den Teilen außerhalb des Badeurlaubs. Genug Zeit zum Abschalten und Erholen blieb für uns jedenfalls trotzdem.
Ich rate jedem, ein Reisetagebuch zu führen. Die vielfältigen Eindrücke, Beobachtungen und vor allem die Informationen, die man vom Guide bekommt, kann man weder in Film und Foto festhalten, noch im Gedächtnis behalten. Alternativ ist auch ein Diktiergerät vielleicht hilfreich. Für die ganze Technik braucht man Lademöglichkeiten, die in allen Unterkünften gegeben sind, sogar im Zeltlager in der Serengeti (Reisestecker nicht vergessen!). Fast überall kann man inzwischen telefonieren und (zumeist kostenloses) W-LAN (Wifi) (wenn auch meist langsam und nicht stabil) wird zur Verfügung gestellt. Bis auf ein einmaliges Lebenszeichen per WhatsApp haben wir es aber nicht benutzt und auch nicht vermisst.
Im Rückblick muss ich sagen, das war eine gute Entscheidung. Auch Fernseher braucht man nicht. In den Safari-Unterkünften habe ich keine gesehen und auf Sansibar haben wir die Fernbedienung nicht mal angerührt. Keine Anstrengung während der Safari klaut einem so viel Kraft oder verhindert Erholung so sehr, wie unsere modernen Medien!
Ich habe Postkarten gekauft und abgeschickt, und die waren innerhalb weniger Tage beim Empfänger. Toll, hätte ich nicht erwartet.
Vor etlichen Jahren hat mir mal eine Reiseleiterin in Indien geraten:“ Lassen Sie sich nicht von Armut, Elend und Schmutz abhalten, die Schönheit des Landes wahrzunehmen.“ Daran musste ich immer denken.
Ein Tourist an einem Picknickplatz (wir reisten ja allein als 2er-Gruppe) meinte, sein „Reichtum“ sei ihm fast peinlich. Aber ich denke, wir sollten (bescheiden auftretend) trotzdem, oder gerade deswegen hinfahren und solche Organisationen unterstützen, die echte Hilfe leisten und vor Ort sinnvolle Projekte unterstützen. Die Menschen in Tansania erschienen uns immer fröhlich und auch irgendwie glücklich und stolz, trotz aller schwierigen Umstände. Alle und vor allem die Kinder sind so wissbegierig, die jungen Leute wollen ihr Land voranbringen, manchmal haderte ich mit den Lücken meines Englisch. Natur, Tiere und Menschen, ich verstehe jetzt, dass jeder, der einmal in Afrika war, wieder hin möchte.
Das wäre ja unglaublich, alles ohne Kritik. Nun Kritisches gibt es, aber nichts, was den Reiseerfolg wirklich geschmälert hätte. Trotzdem möchte ich es hier erwähnen, da man daraus lernen kann.
Z.B. hat man uns gesagt, es sei nicht notwendig, vorher ein Visum zu erwerben. Ist es auch nicht. Aber einfacher wäre es gewesen. Ankunfts-Chaos in Kilimanjaro, wenn mind. 300 andere Ankommende dieselbe Auskunft bekommen haben!
Gelbfieberimpfung: Keiner fragt danach! Und nach Auskunft des Sansibar-Guides ist das nicht mehr notwendig.
Bis zu unserer Ankunft im Karafuu Beach-Resort auf Sansibar bleibt das die einzige Kritik. Dafür ist das Resort deutlich bemüht, die Liste zu verlängern. Deutlicher Pluspunkt der Anlage ist die traumhafte Lage. Auch die Unterbringung in einzelnen im landesüblichen Baustil gehaltenen Häuschen ist dem Reisecharakter voll entsprechend. Außerdem kann das je jeder vorher im Internet ausmachen.
Schon beim Empfang fühlten wir uns nicht gleich, wie beim Safari-Teil. Uns wurde zuerst erklärt, was wir infolge unserer Halb-Pension nicht dürfen, also z.B. kein freies WLAN. Nun war das nicht so wichtig (außer für ein 2. Lebenszeichen), aber wenn ich den Vergleich zu unseren Unterkünften am Festland ziehe, wo das immer kostenfrei war für die Hausgäste… Und Essen gab es nur in einem Restaurant, die anderen vorhandenen Restaurants am Gelände waren alle zahlungspflichtig. Als wir dann das Essen kennenlernten, wussten wir, warum. Trink-Wasser auf dem Zimmer? Nein. (Bisher stand in allen Unterkünften pro Person mind. ½ Liter im Zimmer, zum Zähneputzen, Trinken usw.). Der Safe in unserem Haus war defekt. 4 Stunden dauerte die Reparatur. In dieser Zeit hatten wir keinen Schlüssel zu unserer Unterkunft, weil den die Techniker brauchten. Die Fliese auf der Stufe zwischen Duschbereich und Rest des Badezimmers war an drei Stellen ausgebrochen, deutliche Unfallgefahr! Wir haben darauf verzichtet, umzuziehen, da wir damit die 5 Tage schon leben konnten. Die Handtücher wurden jeden Morgen unabhängig vom Verbrauchszustand zum Waschen weggenommen (von der international üblichen umweltschonenden Regelung, nur Handtücher, die am Boden liegen, zum Waschen zu nehmen, hat hier noch keiner was gehört) und erst am späteren Nachmittag, meist gegen 16:00 Uhr bekamen wir frische Handtücher zurück. D.h. aber auch, dass wir tagsüber keine Handtücher hatten! Das Starstück erlebte ich, als ich eine 10-US-Dollarnote gegen 10 einzelne tauschen wollte. Ich wurde zur Kasse (ich sag mal, auf einem Schiff wäre das der Zahlmeister) geschickt. Hinter einem vergitterten Fenster mit Durchreiche quasi das Finanzbüro des Hotels, wo wir am Ende auch unseren „Deckel“ bezahlt haben. Jedenfalls ich gab meinen 10-Dollar-Schein hin und bekam ein schmales Bündel einzelner deutlich gebrauchter Dollar-Noten zurück. Da mir der Mitarbeiter nichts vorgezählt hat, habe ich, noch innerhalb der Durchreiche, gezählt und bin nur bis 8 gekommen. Nach Reklamation bekam ich ein neues Bündel fast druckfrischer Scheine. Die Summe stimmte nun. Ich weiß nicht, wie oft, der das versucht hat….Alles habe ich bei den Verantwortlichen deponiert. Keiner hat daran gedacht, uns auch nur zu einem Cocktail einzuladen. Das Haus hat keinen Stil, nur Lage!
Eins noch: Die Delphin-Tour ist gar nicht zu empfehlen. Das läuft ab, wie eine Treibjagt auf die Tiere. Keiner wird informiert, dass man leise ins Wasser gehen muss. Alle platschten laut und es waren viel zu viele Boote (an die 20!). Ich habe unser Boot abdrehen lassen. Ein weiteres folgte uns, leider nur eins! Diese Ausgabe habe ich sehr bereut!

Viel haben wir erlebt. Ich werde mein Reisetagebuch zusammen mit Bildern zu einem Weihnachtsgeschenk für meine Familie verarbeiten. Ich freue mich darauf. Das wird keine Arbeit, das wird ein Vergnügen, beim Schreiben alles nochmal erleben. Und Pläne für nächstes Jahr werde ich machen höchstwahrscheinlich wieder mit Accept-Reisen…

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